Am Ende des Jahres möchten wir uns für die gute und erfolgreiche
Zusammenarbeit im zu Ende gehenden Jahr 2019 bedanken!
Wir wünschen Ihnen sowie Ihren Freunden und Familienmitgliedern
besinnliche Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in ein gesundes und
erfolgreiches neues Jahr 2020!
An Stelle des Postversands von Weihnachtskarten oder Geschenken haben wir in diesem Jahr die freiwillige Kompensation von fünfundzwanzig Tonnen CO2 vom internationalen Klimaschutzprojekt (CDM PK5461 in Pakistan) durchgeführt, welches jährlich den Ausstoß von 458.114 Tonnen CO2-Equivalenten vermeidet, indem es die Emission von Distickstoffmonoxid (Lachgas, N2O) vermeidet, was in der Atmosphäre 298–fach klimaschädlicher wirkt als das Treibhausgas CO2.
die Chilenische Leitung der Weltklimakonferenz, welche gestern mit der
bislang größten Verzögerung in seiner Geschichte abgeschlossen wurde, zeigte sich
deutlich enttäuscht vom Ausgang des Gipfels. Die Teilnehmer hätten vermutlich
auch schon pünktlich am Freitag die Abreise antreten können, denn die
Bemühungen der Chilenischen Umweltministerin Carolina Schmidt, in der
Verlängerung doch noch ein vorzeigbares Ergebnis hinzubekommen, scheiterten am
erbitterten Widerstand einiger weniger Staaten – allen voran Brasilien. Aber
auch die USA, Saudi-Arabien und Australien wollten sich nicht auf verbindliche
Regelungen zur internationalen Zusammenarbeit und damit in Verbindung zum
globalen Handel mit Klimaschutz-Zertifikaten bekennen.
An derselben Frage war vor einem Jahr bereits der Gipfel in Polen
gescheitert und nun soll es 2020 in Glasgow endlich gerichtet werden. Doch man
muss kein ausgesprochener Pessimist sein, um hier Zweifel zu äußern. Dabei
rütteln die Staaten grundsätzlich nicht an den Beschlüssen von Paris, sieht man
einmal von den USA ab, welche ja ihren Austritt aus dem Abkommen erklärt hatten
und damit am 04.11.2020 offiziell austeigen. Doch es bleiben eben diese
einzelstaatlichen Interessen, welche eng mit den Interessen der Lobby rund um
fossile Energieträger verknüpft sind und bislang nicht überwunden werden
konnten. So stellt sich berechtigter Weise die Frage, wie die
Staatengemeinschaft der UN diesen Knoten lösen will.
Vor einer ähnlichen Frage fand sich vor wenigen Tagen auch die
Europäische Union, deren neue Kommissionspräsidentin von der Leyen mit dem
Vorschlag eines sogenannten „Green Deals“ vorpreschte. Hier war es Polen, das
die Unterschrift verweigerte. Aber auch hier sollte der Fokus auf die übrigen
Staaten gelenkt werden, welche offenbar verstanden haben, dass das Tempo der
globalen Prozesse zugunsten des Weltklimas deutlich hinter der sich
verschlimmernden Klimakrise zurückbleibt. Auch wachsen offenbar die Erkenntnis
und die Empörung darüber, dass einige wenige Staaten in der Lage sind, wichtige
Prozesse zu blockieren.
Der CO2-Markt wurde in der vergangenen Woche einmal mehr von spekulativ
agierenden Händlern beeinflusst. Während der ersten Handelstage stagnierte der
Preis bei 25 Euro. Erst seit Donnerstag ist wieder deutlich Schwung in den
Markt gekommen. Am Freitag wurde der Kurs sogar bis knapp an die 26-Euro-Marke
geschoben. Doch den Bullen ging an dieser Stelle offenbar die Luft aus. Als die
Marke nicht überwunden wurde, übernahmen die Bären erneut die Regie. Der Preis
schmolz dahin und hat erst heute im frühen Handel knapp oberhalb von EUR 23,50
Unterstützung gefunden.
(Durchschnittliche Börsenkurse / OTC)
Instrument
06.12.19
13.12.19
Veränderung
EUA (Spotmarkt)
24,88 EUR
24,01 EUR
-0,87 EUR
EUA (Dezember-2019-Future)
24,94 EUR
24,02 EUR
-0,92 EUR
CER (Spotmarkt)
0,18 EUR
0,20 EUR
+0,02 EUR
ICE Brent Crude Oil (Benchmark
Future)
64,34 USD
64,93 USD
+0,59 USD
EURO (Currency, Forex)
1,1055
USD
1,1120
USD
+0,0065 USD
(Die durchschnittlichen Börsenkurse und OTC-Preise zeigen das
jeweilige Mittel von Angebot und Nachfrage verschiedener Handelsplätze für
CO2-Emissionsrechte. Bid und Ask weichen üblicherweise mehrere Cent vom
Mittelwert ab. Rohöl und Euro zeigen Börsenschlusskurse. Bei den CER-Kursen
handelt es sich um CP2-CERs, welche im Rahmen des EU-ETS Verwendung finden
können. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von
Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der
Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir
um eine kurze Nachricht an den Absender.)
Bei
Rückfragen steht Ihnen unser Händlerteam jederzeit gerne zur Verfügung.
Deutschland gehörte im ablaufenden Jahr weltweit
zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Staaten. Folgerichtig hat sich
das Bundesumweltamt kürzlich in einem sehr ausführlichen Statement mit der
Klimawende im Verkehrswesen beschäftigt und hierin den Begriff der
Minderungslücke geprägt. Der Bericht zeigt auf, dass selbst bei Umsetzung der
bisher beschlossenen Maßnahmen und Instrumente das Minderungsziel für den
Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 bei weitem verfehlt wird. Um diese
Minderungslücke zu schließen, empfiehlt das Bundesumweltamt zahlreiche
Maßnahmen. Hierzu zählen unter anderem eine Quote für Neuzulassungen in
Höhe von 70% Elektrofahrzeugen und eine stärkere Besteuerung von
Fahrzeugen mit hohen CO2-Emissionen sowie für Dieselmotoren. Daneben werden
noch etliche andere Korrektive, zum Beispiel bei der Pendlerpauschale und der
LKW-Maut, vorgeschlagen. Ob diese in den wenigen, verbleibenden Jahren jemals
auch nur in Betracht gezogen werden, bleibt anzuzweifeln, sodass wir uns schon
jetzt an den Begriff der Minderungslücke gewöhnen sollten. Vielleicht wird es
demnächst einmal das traurige „Wort des Jahres“.
Der Europäische Emissionshandel stand in der ersten Dezemberwoche unter
Druck eines hohen Auktionsangebots frischer Zertifikate und einer gleichzeitigen
deutlichen Delle beim Ölpreis. In der nun beginnenden Woche ist die Anzahl der
zu versteigernden EUA wieder moderater und auch der Ölpreis ist seit Freitag
deutlich in die Höhe geschossen, weil sich die Gruppe der OPEC-Staaten und
weitere Player nach langen Verhandlungen auf eine schärfere Produktionskürzung
geeinigt hat, als erwartet. Die 24 Länder wollen in den kommenden Monaten 500
000 Barrel (zu je 159 Litern) Öl pro Tag weniger aus dem Boden pumpen als
derzeit. Die sogenannte Opec+ mit ihren Schwergewichten Saudi-Arabien und
Russland versucht mit solchen Förderlimits bereits seit drei Jahren mehr oder
weniger erfolgreich, den Ölpreis zu beeinflussen.
(Durchschnittliche Börsenkurse / OTC)
Instrument
29.11.19
06.12.19
Veränderung
EUA (Spotmarkt)
25,12 EUR
24,88 EUR
-0,24 EUR
EUA (Dezember-2019-Future)
25,22 EUR
24,94 EUR
-0,28 EUR
CER (Spotmarkt)
0,18 EUR
0,18 EUR
+0,00 EUR
ICE Brent Crude Oil (Benchmark
Future)
60,76 USD
64,34 USD
+3,58 USD
EURO (Currency, Forex)
1,1017
USD
1,1055
USD
+0,0038 USD
(Die durchschnittlichen Börsenkurse und OTC-Preise zeigen das
jeweilige Mittel von Angebot und Nachfrage verschiedener Handelsplätze für
CO2-Emissionsrechte. Bid und Ask weichen üblicherweise mehrere Cent vom
Mittelwert ab. Rohöl und Euro zeigen Börsenschlusskurse. Bei den CER-Kursen
handelt es sich um CP2-CERs, welche im Rahmen des EU-ETS Verwendung finden
können. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von
Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der
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Bei
Rückfragen steht Ihnen unser Händlerteam jederzeit gerne zur Verfügung.
in der vergangenen Woche – passend zur
Weltklimakonferenz COP25 in Madrid, welche diese Woche beginnt – hat die
deutsche Bundesregierung ihren Monitoringbericht zum Klimawandel in Deutschland
veröffentlicht. Gemäß dem Bundesumweltministerium sind die Folgen der globalen
Erderwärmung in Deutschland spürbarer und lassen sich besser belegen. Dem
Bericht zufolge hat sich die mittlere Lufttemperatur in Deutschland von 1881
bis 2018 bereits um 1,5 Grad erhöht. Allein in den letzten fünf Jahren stieg
diese um 0,3 Grad an. Dadurch kommt es unter anderem zu mehr Gesundheitsrisiken
durch die Hitzebelastung, einem Anstieg der mittleren Oberflächentemperatur der
Nordsee sowie zu stärkeren Ertragsschwankungen in der Landwirtschaft. Nun will
das Bundesumweltministerium die Förderung künstlicher Intelligenz im Kampf gegen
den Klimawandel mit 45 Millionen Euro fördern, da die menschliche Intelligenz
offensichtlich nicht ausreicht.
In den kommenden zwei Wochen wird nun
in Madrid am Regelwerk des Pariser Klimaschutzabkommens gearbeitet, welches
noch nicht komplett fertig ist und im kommenden Jahr in Kraft tritt. Hierzu äußerte
sich der Weltklimarat bereits in der Form, dass die Anstrengungen nicht
ausreichen werden, den Klimawandel auf unter 2 C° zu begrenzen. Dementsprechend
haben bereits 66 Staaten angekündigt, ihre Klimaziele nachbessern zu wollen.
Ein weiterer Punkt sind einheitliche
Regeln für einen internationalen CO2-Markt. Staaten, die nicht ausreichende
Reduktionen für Treibhausgase erzielen, sollen in anderen Ländern
Klimaschutzprojekte finanzieren und hierdurch Verschmutzungsrechte erwerben. Eine
genaue Überwachung ist hier jedoch zwingend notwendig, da es bereits bei den
bisherigen Mechanismen CDM und JI Unregelmäßigkeiten gab.
Der M möglicherweise größte
Streitpunkt könnte die Überprüfung des Warschau-Mechanismus sein, der 2013 beschlossen
wurde und sicherstellen soll, dass arme Länder, welche besonders stark unter der
Erderwärmung leiden, entsprechende Hilfe bekommen, da diese durch
Dürrekatastrophen, Stürme, oder dem Anstieg des Meeresspiegels besonders in den
Regionen Asiens und Afrikas betroffen sind. Hier sind die reichen Industrienationen
gefordert, welche am meisten zur Erderwärmung beitragen.
Die Preise für europäische CO2-Emissionen
sind auch in der vergangenen Handelswoche wieder leicht angestiegen, trotz deutlicher
Verluste bei Rohöl. In dieser Woche kommen 15,8 Millionen Zertifikate in Leipzig
zur Versteigerung. Ab dem 17. Dezember beginnt die Weihnachtspause für
Versteigerungen an der EEX, am Montag, dem 16.12.2019 kommen in diesem Jahr
letztmalig 3.013.000 EUA unter den Hammer.
(Durchschnittliche
Börsenkurse / OTC)
Instrument
22.11.19
29.11.19
Veränderung
EUA (Spotmarkt)
24,57 EUR
25,12 EUR
+0,55 EUR
EUA (Dezember-2019-Future)
24,58 EUR
25,22 EUR
+0,64 EUR
CER (Spotmarkt)
0,18 EUR
0,18 EUR
+0,00 EUR
ICE Brent Crude Oil (Benchmark Future)
63,64 USD
60,76 USD
-2,88 USD
EURO (Currency, Forex)
1,1020 USD
1,1017 USD
-0,0003 USD
(Die durchschnittlichen
Börsenkurse und OTC-Preise zeigen das jeweilige Mittel von Angebot und
Nachfrage verschiedener Handelsplätze für CO2-Emissionsrechte. Bid und Ask
weichen üblicherweise mehrere Cent vom Mittelwert ab. Rohöl und Euro zeigen
Börsenschlusskurse. Bei den CER-Kursen handelt es sich um CP2-CERs, welche im
Rahmen des EU-ETS Verwendung finden können. Unsere Marktberichte stellen keine
Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen
ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen
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Bei Rückfragen steht Ihnen unser Händlerteam jederzeit gerne
zur Verfügung.
beginnend mit dem Stichtag 1. Januar 2018 dürften global gesehen nur noch
etwa 800 Milliarden Tonnen CO2 emittiert werden, um die Erderwärmung bis 2100
„deutlich unter 2 Grad“ zu begrenzen, so der Weltklimarat. In Hinblick auf die
aktuellen globalen Emissionen von etwa 40 Milliarden Tonnen pro Jahr verbleiben
der Welt somit noch etwa zwanzig Jahre, bis die Menschheit klimaneutral sein
muss.
Das New Climate Institute kam in einer Studie für die Organisation
Campact zu dem Resultat, dass Deutschland bis 2030 klimaneutral sein müsse, um
das 1,5-Grad-Ziel nicht zu verfehlen und im Rahmen des auf die nationale Ebene
heruntergebrochene Budgets zu
bleiben.
Simpel gerechnet hätte jeder Mensch noch gute 100 Tonnen CO2, die er in
den kommenden Jahren emittieren kann. Ein globaler CO2 – Emissionshandel, an dem
alle Menschen teilnehmen können, würde hierbei vor allem eins schaffen –
Gerechtigkeit. Denn die Menschen, die am meisten unter dem Klimawandel leiden,
sind auch diejenigen, welche die geringste Verantwortung für die tragen.
Die Preise für europäische CO2-Emissionen haben sich in der vergangenen
Woche in einem positiven Marktumfeld wieder leicht erholt. In dieser Woche
kommen aufgrund der polnischen und der deutschen Auktion 15,8 Millionen neue
Zertifikate zur Versteigerung in der Leipziger EEX. Die Nachfrage nach den
Auktionen könnte ein guter Indikator dafür sein, wie sich die Preise in den
kommenden Tagen entwickeln werden.
(Durchschnittliche Börsenkurse /
OTC)
Instrument
15.11.19
22.11.19
Veränderung
EUA
(Spotmarkt)
23,85
EUR
24,57
EUR
+0,72
EUR
EUA
(Dezember-2019-Future)
23,85
EUR
24,58
EUR
+0,73
EUR
CER
(Spotmarkt)
0,16
EUR
0,18
EUR
+0,02
EUR
ICE
Brent Crude Oil (Benchmark
Future)
63,35
USD
63,64
USD
+0,29
USD
EURO
(Currency,
Forex)
1,1051
USD
1,1020
USD
-0,0031
USD
(Die
durchschnittlichen Börsenkurse und OTC-Preise zeigen das jeweilige Mittel von
Angebot und Nachfrage verschiedener Handelsplätze für CO2-Emissionsrechte. Bid
und Ask weichen üblicherweise mehrere Cent vom Mittelwert ab. Rohöl und Euro
zeigen Börsenschlusskurse. Bei den CER-Kursen handelt es sich um CP2-CERs,
welche im Rahmen des EU-ETS Verwendung finden können. Unsere Marktberichte
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