Brennstoffemissionshandel

Das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) schafft die Grundlagen für den Handel mit Zertifikaten für Emissionen aus Brennstoffen und sorgt für eine Bepreisung dieser Emissionen, soweit sie nicht vom EU-Emissionshandel erfasst sind.

Betroffen hiervon sind insbesondere die Sektoren Gebäude und Verkehr.

Damit sollen die nationalen Klimaschutzziele und bis 2050 Klimaneutralität erreicht werden. Sinn und Zweck des deutschen nationalen Emissionshandelssystems ist die Bepreisung fossiler Treibhausgasemissionen. Das Gesetz wurde im Jahr 2019 als Teil des Klimapakets der deutschen der Bundesregierung verabschiedet und tritt ab dem Jahr 2021 in Kraft.

In der Einführungsphase (2021 bis 2025) werden die Zertifikate zu einem Festpreis verkauft. Zum Start der CO2-Bepreisung Anfang 2021 ist ein Preis von 25 Euro / tCO2 vorgesehen, dieser steigt bis 2025 auf 55 Euro / tCO2.

Ab 2026 sollen Emissionsrechte dann per Auktion versteigert
werden, wobei ein Preiskorridor mit einem Mindestpreis von 55
Euro und einem Höchstpreis von 65 Euro pro Emissionszertifikat
festgelegt wurde. Ob auch in den Folgejahren ein Preiskorridor
vorgegeben wird, ist noch nicht bekannt.

Das Brennstoffemissionshandelsgesetz wird aller Voraussicht nach nur ein nationaler Zwischenschritt Deutschlands sein, bis die Bepreisung des Verkehrssektors sowie des Gebäudesektors durch Einbeziehung in das Europäische Emissionshandelssystem EU ETS geregelt wird.