Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 23.02.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch wenn man den Glauben daran fast verloren haben könnte – es gibt sie noch, die funktionierenden Institutionen in den USA.

Am Freitag hat der Oberste Gerichtshof der USA entscheidende Zölle der Trump-Regierung zurückgewiesen. Das Gericht stellte fest, dass das Weiße Haus ein altes Notstandsgesetz nicht nutzen durfte, um im letzten Jahr „reziproke“ Zölle gegen fast alle Handelspartner zu erheben. Laut Urteil waren auch Zölle auf Waren aus Mexiko, Kanada und China rechtswidrig.

Das Urteil fiel mit 6 zu 3 Stimmen. Drei konservative Richter lehnten Trumps Argument trotz ihrer Nähe zur Tradition einer starken Präsidentschaft ab.

Donald Trump wirkt mittlerweile sichtlich angeschlagen und das Urteil des Supreme Court hat dem US-Präsidenten eine starke narzisstische Kränkung zugefügt, wie man an seinem Verhalten auf der danach folgenden Pressekonferenz in Bezug auf die beleidigenden Äußerungen hinsichtlich der Richter unschwer erkennen konnte.

Daraufhin wollte Trump zuerst Zölle in Höhe von 10% erheben, danach waren es am Samstag 15%, was jedoch nur für den Zeitraum von 150 Tagen gemäß der neuen ins Spiel gebrachten rechtlichen Grundlagen möglich ist. Rechtliche Gegenreaktionen gelten als wahrscheinlich.

Auf die USA wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den nächsten Wochen eine Klagewelle betroffener Unternehmen zukommen, der gesamte Streitwert soll 175 Milliarden US-Dollar betragen.

Bundeskanzler Friedrich Merz will nun Anfang März in die USA fliegen, wo auch dieses Thema auf der Agenda stehen wird.

Bereits in der vergangenen Woche hat sich der Bundeskanzler wieder klar zum Emissionshandel bekannt, auch wenn dieser Reformfähigkeit haben soll. Zudem setzt er auf eine Rückverteilung der Einnahmen durch die Schaffung eines „Klimagelds“, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen bei Beibehaltung der Steuerungswirkung.

Umweltminister Carsten Schneider fordert derweil in Brüssel, der Chemieindustrie mehr kostenlose Emissionsrechte zur Verfügung zu stellen als bisher geplant. Laut dem SPD-Politiker steht die Branche weltweit unter Druck, weshalb kurzfristig realistischere Richtlinien für die Vergabe von Emissionsrechten erforderlich sind.

Diese Maßnahme könne die Chemieindustrie entlasten, dürfe jedoch nicht die einzige bleiben. Schneider hob hervor, dass der Emissionshandel erfolgreich Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke verbinde. Dennoch müssten die Rahmenbedingungen so angepasst werden, dass Deutschland und Europa als Chemiestandorte wettbewerbsfähig bleiben. Die Gesamtzahl der CO2-Zertifikate soll dabei jedoch unverändert bleiben.

Alles in allem hat der Markt für EU-Emissionsrechte diese politischen Signale in der vergangenen Handelswoche positiv bewertet und nach einer Bodenbildung im Bereich um die 69 Euro das erste Mal seit der dritten Kalenderwoche 2026 auf Wochenschlusskursbasis im Plus geschlossen.  

Die EUAs legten 4,4% zu und retteten sich am Mittwoch wieder über die psychologisch wichtige Marke von 70 Euro, nachdem sie am Montag ein Neun-Monats-Tief bei 68,11 im Benchmark-Kontrakt markierten.

Die Reaktion der Märkte auf die am Wochenende nunmehr 15% angekündigten Zölle noch nicht erfolgt ist, sollte diese Handelswoche von einer entsprechenden Volatilität gekennzeichnet sein.

             Instrument 13.02.2620.02.26Veränderung
EUA (Dezember-2026-Future)70,68 EUR73,78 EUR+3,10 EUR
EUA2 (Dezember-2028-Future)65,82 EUR66,64 EUR+0,82 EUR
nEZ25 (nationale Emissionszertifikate (D))55,00 EUR55,00 EUR+0,00 EUR
UKA (Dezember-2026-Future (UK))45,50 GBP47,62 GBP+2,12 GBP
UK Natural Gas (Dezember-2026-Future)78,35 GBP80,98 GBP+2,63 GBP
ICE Brent Crude Oil (Dezember-2026-Future)64,69 USD67,43 USD+2,74 USD
EURO (Forex)1,1869 USD1,1728 USD-0,0087 USD

(EUA, EUA2, UKA, Natural Gas, Crude Oil und Euro zeigen Börsenschlusskurse des jeweiligen Benchmark-Kontrakts. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Ihr Advantag – Team

Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 16.02.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Vulnerabilität des Europäischen Emissionshandelssystems EU ETS hätte nicht besser demonstriert werden können, als in den vergangenen beiden Wochen.

Sobald Äußerungen von politischer Seite fallen, welche die Wirksamkeit des funktionierenden Emissionshandelssystems konterkarieren, reagiert der Kurs mit extrem hoher Volatilität.

Nachdem es schon zu deutlichen Kurseinbußen kam, als Gerüchte die Runde machten, dass das EU ETS bei den Reformvorschlägen Mitte dieses Jahres abgeschwächt werden könnte, da es aufgrund der Reduzierung des Ziels, die Treibhausgasemissionen 2040 nicht mehr um 90% sondern um 80 bis 85% zu vermindern entsprechenden Spielraum gäbe, waren neuerliche Äußerung von politischer Ebene wiederum Kursbeeinflussend.

Insbesondere Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz am vergangenen Mittwoch hinsichtlich einer „Verschiebung des EU ETS“ haben an den letzten beiden Tagen der vergangenen Woche einen weiteren signifikanten Kurseinbruch ausgelöst und dazu geführt, dass die Preise für EU Emissionsrechte bis fast zur 70-Euro-Marke eingebrochen sind.

Was Friedrich Merz mit seiner Äußerung meinte, kann nur vermutet werden. Entweder ging es um eine weitere Verschiebung des EU ETS 2 oder beim EU ETS 1 um die Senkung des linearen Reduktionsfaktors der Zertifikatemengen von 4,3% auf 4,4%; vielleicht war auch die Verlängerung der Zuteilung kostenloser Zertifikate an die Industrie gemeint.

Der Druck von Teilen der Chemiebranche auf Brüssel wurde insbesondere dadurch genährt, dass sie erkannt hat, dass man mit ausreichender Lobbyarbeit viel erreichen kann, wie es die Autolobby beim Verbrenner-Verbot vorgemacht hat.

Beim Industriegipfel in Antwerpen hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen jedoch nicht die gewünschten Zugeständnisse angekündigt, vielmehr sollen mehr Mittel aus den Einnahmen des EU ETS in die betroffenen Branchen fließen, schließlich hätten die EU-Mitgliedsstaaten von den bislang ca. 260 Milliarden Euro lediglich fünf Prozent in die Treibhausgasminderung der Industrie investiert.

Solange hier keine finalen Beschlüsse getroffen sind, wird die Volatilität des EU ETS hoch bleiben und auf entsprechende Äußerungen zu den Reformplänen reagieren.

Dies gibt Compliance-Käufern derzeit günstige Kaufgelegenheiten und auch Spekulanten Chancen auf profitable Trades.

In der vergangenen Handelswoche hat der Kurs der EUAs weitere 10,2% verloren; seit dem 27-Monats-Hoch am 15.01.2026 von 93,80 Euro im Benchmark-Kontrakt fiel der Kurs sogar um 24,8% auf den tiefsten Stand seit Anfang Mai vergangenen Jahres.

Auch der Terminkontrakt der EUA2 bewegte sich um 11,2% nach unten, die britischen Emissionsrechte UKA verbilligten sich im Sog der EUAs gar um knapp 20%.

In dieser Handelswoche wird es interessant sein, ob die EUAs die Marke von 70 Euro halten können, die nächsten relevanten technischen Support-Level sind sonst etwas oberhalb der 60-Euro-Marke anzutreffen. Technische Widerstände nach oben zeigen sich speziell bei der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 79,06 Euro liegt.

An der EEX werden in dieser Woche insgesamt 10.755.000 EUAs an allen fünf Handelstagen versteigert.

             Instrument 06.02.2613.02.26Veränderung
EUA (Dezember-2026-Future)78,73 EUR70,68 EUR-8,05 EUR
EUA2 (Dezember-2028-Future)74,09 EUR65,82 EUR-8,27 EUR
nEZ25 (nationale Emissionszertifikate (D))55,00 EUR55,00 EUR+0,00 EUR
UKA (Dezember-2026-Future (UK))56,69 GBP45,50 GBP-11,19 GBP
UK Natural Gas (Dezember-2026-Future)80,29 GBP78,35 GBP-1,94 GBP
ICE Brent Crude Oil (Dezember-2026-Future)65,26 USD64,69 USD-0,57 USD
EURO (Forex)1,1816 USD1,1869 USD+0,0053 USD

(EUA, EUA2, UKA, Natural Gas, Crude Oil und Euro zeigen Börsenschlusskurse des jeweiligen Benchmark-Kontrakts. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Ihr Advantag – Team

Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 09.02.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Leipziger Energiebörse EEX hat gemeinsam mit der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) des Umweltbundesamtes den vorläufigen Veräußerungskalender für die Versteigerung von nationalen Emissionszertifikaten (nEZ) gemäß Brennstoffemissionshandelsgesetzt (BEHG) im Jahr 2026 veröffentlicht.

Erstmals werden in diesem Jahr nEHS-Zertifikate an der EEX in einer Preisspanne zwischen 55,00 EUR und 65,00 EUR versteigert. Die Auktionen finden einmal pro Woche montags von 13:00 bis 15:00 Uhr statt. Der erste Termin ist für den 6. Juli 2026 vorgesehen, das letzte Auktionsdatum im Jahr wird voraussichtlich der 2. November 2026 sein.

Die gesamte zur Auktion geplante Menge basiert auf einer vorläufigen Schätzung von 195 Millionen nEZ. Die endgültige Versteigerungsmenge gibt die DEHSt spätestens bis zum 30. April 2026 bekannt; anschließend passt die EEX den Kalender entsprechend an. Wöchentlich werden somit 10.833.000 nEZ26 versteigert, in der letzten Auktion im Dezember sind es 6.000 mehr.

Da im Jahr 2025 insgesamt 294 Millionen nEZ im Rahmen des letzten Jahres der Festpreisphase versteigert wurden, führt dies zu einer rechnerischen Mindermenge von knapp 100 Millionen Zertifikaten im Rahmen der Auktionen, welche dann mit unlimitiertem Volumen zum Preis von 68,00 EUR ebenfalls wöchentlich zwischen dem 3. November und dem 3. Dezember 2026 erworben werden können. Letztendlich bedeutet dies, dass ca. 1/3el der Zertifikate zum Preis von 68,00 Euro zur Erfüllung der Abgabepflicht erworben werden müssen, sollte der Bedarf dem des Vorjahres entsprechen.

Da mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht abgabepflichtige Investoren versuchen werden, sich günstig bei den Auktionen einzudecken und die Zertifikate auf dem Zweitmarkt gewinnbringend zu veräußern, sind Compliance-Käufer gut beraten, wenn sie die Kalkulationen für ihre Preisgestaltungen entsprechend anpassen.

Im EU ETS werden an der EEX in dieser Woche an vier Tagen insgesamt 9.230.500 Emissionsrechte versteigert, deren Kurs auch in der vergangenen Handelswoche weiterhin unter Druck war.

Grund hierfür sind mögliche Pläne der EU zur Entlastung der energieintensiven europäischen Industrie. Diese soll laut Handelsblatt, das sich auf EU-Beamte beruft, länger als ursprünglich geplant kostenlose CO2-Zertifikate erhalten. Die EU-Kommission plant offenbar, den Emissionshandel (ETS) zu lockern und die kostenlose Vergabe von Emissionsrechten über das Jahr 2034 hinaus fortzusetzen.

Auch die Versteigerung von Zertifikaten im ETS könnte bis nach 2039 verschoben werden. Nach aktueller Gesetzeslage dürften Unternehmen ab diesem Zeitpunkt keine kostenlosen Zertifikate mehr bekommen und müssten klimaneutral produzieren. Die Kommission möchte ihren Vorschlag dazu im Juli vorlegen.

Im vergangenen Herbst haben die EU-Staaten entschieden, den CO2-Ausstoß bis 2040 um 80 bis 85 Prozent zu reduzieren, anstatt wie von der Kommission zuvor vorgeschlagen um 90 Prozent. Dadurch hat die EU nun mehr Flexibilität, das ETS abzuschwächen. Das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden, bleibt indes weiterhin bestehen.

Da die EUAs den bullishen Trendkanal nun nachhaltig verlassen haben und sich nun ein bearisher Kanal herausgebildet hat, bleibt abzuwarten, wie lange dieses negative Sentiment anhalten wird.

Die Handelsspanne des Benchmark-Kontrakts lag in der vergangenen Woche zwischen 84,84 und 76,20 EUR, wobei der Schlusskurs am Freitag ein wöchentliches Minus von 3,1% aufwies.  

Da der neue Trendkanal relativ breit ist, könnten die EUAs die 80-Euro-Marke wieder nach oben durchbrechen, was jedoch nichts weiter als die Bestätigung des aktuellen Trends sein könnte. Es wäre jedoch genauso wenig auszuschließen, dass sich der Markt nun mit der 75-Euro-Marke beschäftigt.

             Instrument 30.01.2606.02.26Veränderung
EUA (Dezember-2026-Future)81,26 EUR78,73 EUR-2,53 EUR
EUA2 (Dezember-2028-Future)75,12 EUR74,09 EUR-1,03 EUR
nEZ25 (nationale Emissionszertifikate (D))55,00 EUR55,00 EUR+0,00 EUR
UKA (Dezember-2026-Future (UK))61,89 GBP56,69 GBP-5,20 GBP
UK Natural Gas (Dezember-2026-Future)81,48 GBP80,29 GBP-1,19 GBP
ICE Brent Crude Oil (Dezember-2026-Future)66,02 USD65,26 USD-0,76 USD
EURO (Forex)1,1851 USD1,1816 USD-0,0035 USD

(EUA, EUA2, UKA, Natural Gas, Crude Oil und Euro zeigen Börsenschlusskurse des jeweiligen Benchmark-Kontrakts. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 02.02.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat vergangenen Donnerstag entschieden, dass die Bundesregierung das Klimaschutzprogramm deutlich verbessern muss. Anlass war eine Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die damit konkrete Nachbesserungen am Klimaschutzprogramm durchgesetzt hat. Hintergrund ist, dass das aktuelle Programm laut Regierungsangaben nicht ausreicht, um das Klimaziel von 65 Prozent weniger Treibhausgasen bis 2030 im Vergleich zu 1990 einzuhalten – voraussichtlich wird das Ziel um 25 Millionen Tonnen CO₂ verfehlt.

Mit seinem Urteil bestätigt das deutsche Bundesverwaltungsgericht eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom Mai 2024. Es betont, dass das Klimaschutzprogramm verbindliche Maßnahmen zur Erreichung der Ziele enthalten muss, wodurch die Bundesregierung nun unter Zugzwang steht.

Unabhängig davon ist die Bundesregierung gesetzlich dazu verpflichtet, spätestens bis zum 25. März 2026 ein neues Klimaschutzprogramm vorzulegen. Ob die Bundesregierung diese Frist einhalten und ausreichend Maßnahmen für die Klimaziele der Jahre 2030, 2040 und die Zwischenjahre beschließen wird, ist derzeit noch genauso unklar wie etwaige Maßnahmen.

Am vergangenen Donnerstag wurde weiterhin veröffentlicht, dass die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt das Mandat der European Energy Exchange (EEX) als Auktionsplattform für deutsche Emissionsberechtigungen im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS 1) um zwei Jahre verlängert hat. Der bestehende Vertrag läuft regulär bis Januar 2027; durch die Verlängerung wird die EEX die wöchentlichen Auktionen im Auftrag Deutschlands bis Ende 2028 weiter durchführen.

Neben den Auktionen im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland und den nEHS-Verkäufen veranstaltet die EEX regelmäßige Versteigerungen von Emissionsberechtigungen im Auftrag der Europäischen Kommission sowie 25 weiterer EU-Mitgliedstaaten, Norwegen, Island, Liechtenstein, und Nordirland.

Die Preise im EU ETS 1 haben sich in der vergangenen Woche signifikant um 8,8% nach unten bewegt und dabei den seit Monat validen seitwärts-aufwärts-Trendkanal verlassen. Nachdem die EUAs am Montag bei 88,30 Euro im Benchmark-Kontrakt eröffnet haben, versuchten sie am Dienstag eine Gegenbewegung, mussten aber am Donnerstag den Trendkanal verlassen und schlossen am Freitag bei 81,26 Euro.

Die marktpsychologisch wichtige Marke von 80,00 Euro, welche zuletzt Ende Oktober letzten Jahres unterschritten wurde und die 200-Tages-Linie bei aktuell 78,55 Euro sind die nächsten Unterstützungen für die EUAs.

Insofern vermehrt Käufer ihre Portfolios in dieser Marktsituation mit EUAs eindecken, könnte es in dieser Woche nach den Verlusten der beiden Vorwochen dazu führen, dass eine entsprechende bullishe Gegenbewegung am Markt einsetzt.

             Instrument 23.01.2630.01.26Veränderung
EUA (Dezember-2026-Future)88,40 EUR81,26 EUR-7,14 EUR
EUA2 (Dezember-2028-Future)76,71 EUR75,12 EUR-1,59 EUR
nEZ25 (nationale Emissionszertifikate (D))55,00 EUR55,00 EUR+0,00 EUR
UKA (Dezember-2026-Future (UK))68,32 GBP61,89 GBP-6,43 GBP
UK Natural Gas (Dezember-2026-Future)77,32 GBP81,48 GBP+4,16 GBP
ICE Brent Crude Oil (Dezember-2026-Future)63,35 USD66,02 USD+2,67 USD
EURO (Forex)1,1829 USD1,1851 USD+0,0022 USD

(EUA, EUA2, UKA, Natural Gas, Crude Oil und Euro zeigen Börsenschlusskurse des jeweiligen Benchmark-Kontrakts. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Mit freundlichen Grüßen

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