Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 19.01.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

US-Präsident Donald Trump eskaliert einmal mehr und beharrt weiter auf seiner Forderung der Übernahme Grönlands durch die USA. Am Samstag hat er nun allen Staaten ab Februar Zölle in Höhe von 10% angekündigt, die sich gegen dieses Vorhaben stellen. Da das Thema Grönland auch in den Reihen der Republikaner nicht unumstritten ist, wird es in den kommenden Tagen für ausreichend Gesprächsstoff sorgen. Zumindest hat Trump eins erreicht – das Thema Epstein-Files ist derzeit nicht mehr im Mittelpunkt des Interesses der Öffentlichkeit.

Auf der anderen Seiten hat EU Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen das seit einem Vierteljahrhundert verhandelte Mercosur-Abkommen unterzeichnet, welches eine Freihandelszone zwischen der Europäischen Union und wichtigen Staaten in Südamerika, namentlich Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay einrichtet und Belastungen durch Zölle in erheblichem Maß reduziert. Dies wird dem US-Präsidenten so gar nicht gefallen, da es die Absurdität seiner Zölle verdeutlicht, welche die Lebenshaltungskosten insbesondere in den USA verteuern.

Üblicherweise reagieren Finanz-, Rohstoff- und Energiemärkte nicht begeistert auf Zoll-Ankündigungen, aber da man bei Trump nie weiß, was als Nächstes kommt, könnte er auch wieder einmal eine Volte um 180 Grad drehen und die Zölle verschieben oder ganz aufheben. Von daher ist es nicht auszuschließen, dass die Märkte in dieser Woche weniger hysterisch reagieren, als noch zu Beginn des vergangenen Jahres.

In der vergangenen Handelswoche haben sich die Preise für Emissionsrechte im EU ETS1 um 2,8% gegenüber der Vorwoche verteuert, den Trendkanal nach oben durchbrochen und knapp oberhalb der oberen Linie des Trendkanals bei einem Kurs von 92,04 Euro im Benchmark-Kontrakt Dezember 2026 geschlossen.

Es bleibt abzuwarten, wie die Märkte nun mit Trumps Zoll-Erpressungen umgehen werden.

An der EEX werden in dieser Woche an allen fünf Börsentagen insgesamt 10.755.000 EUAs versteigert, was dem jeweils höchsten Wochenvolumen der ersten drei Quartale entspricht.

             Instrument 09.01.2616.01.26Veränderung
EUA (Dezember-2026-Future)89,56 EUR92,04 EUR+2,48 EUR
EUA2 (Dezember-2028-Future)76,98 EUR75,05 EUR-1,93 EUR
nEZ25 (nationale Emissionszertifikate (D))55,00 EUR55,00 EUR+0,00 EUR
UKA (Dezember-2026-Future (UK))69,02 GBP71,35 GBP+2,33 GBP
UK Natural Gas (Dezember-2026-Future)70,16 GBP75,80 GBP+5,64 GBP
ICE Brent Crude Oil (Dezember-2026-Future)61,75 USD62,10 USD+0,35 USD
EURO (Forex)1,1636 USD1,1599 USD-0,0037 USD

(EUA, EUA2, UKA, Natural Gas, Crude Oil und Euro zeigen Börsenschlusskurse des jeweiligen Benchmark-Kontrakts. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Ihr Advantag – Team

Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 12.01.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie der Thinktank Agora Energiewende ermittelte, sind Deutschlands Treibhausgasemissionen 2025 nur leicht um 1,5 Prozent auf etwa 640 Millionen Tonnen CO₂ gesunken. Damit wurde zwar das nationale Ziel eingehalten, jedoch resultierte der Rückgang vor allem aus einer weiterhin deutlich schwächelnden Industrie und mehr erneuerbarem Strom, während die Energiewirtschaft weniger sparen konnte. In der energieintensiven Industrie sanken die Emissionen wegen Produktionsrückgängen um rund 7,2 Prozent.

Agora bemängelt insbesondere langsame Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien in den durch den nationalen Emissionshandel bepreisten Sektoren Gebäuden und Verkehr. Trotz einem Rückgang der Gesamtemissionen um 49 Prozent seit 1990 verliert der Klimaschutz an Tempo. Wärmepumpen und Elektroautos legen zu, doch die Emissionen in Gebäude und Verkehr steigen weiterhin. Agora fordert daher erneut, den Trend bei klimafreundlichen Technologien stärker für Industrie und Klimaschutz zu nutzen.

Durch den kalten Jahresbeginn stieg der Öl- und Erdgasverbrauch in Gebäuden, was die Emissionen 2025 um rund 3 Millionen Tonnen CO2 erhöhte. Im Verkehrsbereich führten mehr Kraftstoffverbrauch und zu langsames Wachstum der Elektromobilität zu einem Anstieg um etwa 2 Millionen Tonnen CO2. Deutschland verfehlte dadurch erneut die EU-Klimaziele für Gebäude und Verkehr um rund 30 Millionen Tonnen CO2. Bis 2030 könnten daher zusätzliche Zertifikatskäufe von bis zu 34 Milliarden Euro nötig werden.

Und diese Ausgaben wären völlig unnötig, auch wenn Deutschland im vergangenen Jahr Rekordeinnahmen in Höhe von 21,4 Milliarden Euro erzielt hat, was einem Plus von 15,7% gegenüber dem Vorjahr (18,5 Milliarden Euro) entspricht. Die Einnahmen fließen vollständig in den Klima- und Transformationsfonds zur Finanzierung von Energie- und Klimaschutzprojekten.

Seit 2008 wurden insgesamt über 100 Milliarden Euro durch die Auktionen des Europäischen CO2-Emissionsrechtehandels und des seit 2021 begonnenen nationalen Emissionshandelssystems für Deutschland eingenommen.

In dieser Woche werden weitere 9.230.500 EUAs zur Versteigerung gelangen, darunter am Freitag 1.093.000 Zertifikate aus dem Kontingent Deutschlands, was dem Klima- und Transformationsfonds wiederum nahezu 100 Millionen Euro einbringen wird.

             Instrument 02.01.2609.01.26Veränderung
EUA (Dezember-2026-Future)88,31 EUR89,56 EUR+1,25 EUR
EUA2 (Dezember-2028-Future)76,00 EUR76,98 EUR+0,98 EUR
nEZ25 (nationale Emissionszertifikate (D))55,00 EUR55,00 EUR+0,00 EUR
UKA (Dezember-2026-Future (UK))68,70 GBP69,02 GBP+0,32 GBP
UK Natural Gas (Dezember-2026-Future)73,31 GBP70,16 GBP-3,15 GBP
ICE Brent Crude Oil (Dezember-2026-Future)60,34 USD61,75 USD+1,41 USD
EURO (Forex)1,1720 USD1,1636 USD-0,0084 USD

(EUA, EUA2, UKA, Natural Gas, Crude Oil und Euro zeigen Börsenschlusskurse des jeweiligen Benchmark-Kontrakts. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Ihr Advantag – Team

Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 05.01.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem Jahreswechsel ist die neue Bepreisung des nationalen Emissionshandels in Deutschland in Kraft getreten, wobei erstmalig Versteigerungen mit einer Preisspanne in Höhe von 55 bis 65 Euro je nationalem Emissionszertifikat stattfinden werden.

Da betroffene Unternehmen im Rahmen der kaufmännischen Vorsicht hier eher die obere Spanne in ihre Preiskalkulationen einfließen lassen, also 65 Euro je Tonne CO2, sind die Preise für fossile Brennstoffe an den Zapfsäulen dementsprechend angepasst worden.

Dies führte am Beispiel von Benzin E10 laut dem ADAC um eine durchschnittliche Preissteigerung von 0,034 Euro je Liter Benzin auf einen bundesweiten Durchschnitt von 1,709 Euro je Liter Benzin zu Beginn des neuen Jahres.

Benzinpreise unterliegen jedoch aufgrund des Basisrohstoffs Rohöl, welches am Weltmarkt zudem in US-Dollar gehandelt wird, noch deutlich größeren Schwankungen.

So betrug der Durchschnittspreis im Jahr 2022 aufgrund des Beginns des Ukraine-Kriegs 1,86 Euro, im darauffolgenden Jahr 1,79 und im Jahr 2024 lag der Preis bei durchschnittlich 1,74 Euro je Liter gemäß ADAC. 2025 zahlten Fahrer mit Verbrennungsmotoren im Durchschnitt 1,69 Euro je Liter Benzin E10.

Dementsprechend ist bei den aktuellen Preisen für CO2 ein eher geringer Effekt für Verbraucher spürbar und es ist daher schon verblüffend, wie viele angeblich auf Seriosität ausgelegte Zeitungen Panik verbreiten mit nutzlosen Schlagzeilen, die es dem Leser nahelegen sollen, dass man sich das tanken ab 2026 nicht mehr leisten könne.

In der ersten kompletten Handelswoche des Jahres finden auch die ersten Auktionen im EU ETS statt. Am Mittwoch startet die EEX mit der Versteigerung von 1.524.500 EUAs aus polnischem Kontingent; insgesamt werden bis Freitag 5.330.000 EUAs angeboten. In der nächsten Woche sollen dann an vier Tagen 9.230.000 EUAs versteigert werden.

Die erste Auktion im nationalen Emissionshandel für Emissionszertifikate mit der Gültigkeit für das Jahr 2025 im Rahmen der 10%igen Nachkaufoption findet am nächsten Dienstag, dem 13.01.2026 statt.

             Instrument 26.12.2502.01.26Veränderung
EUA (Dezember-2026-Future)88,01 EUR88,31 EUR+0,30 EUR
EUA2 (Dezember-2028-Future)75,77 EUR76,00 EUR+0,23 EUR
nEZ25 (nationale Emissionszertifikate (D))55,00 EUR55,00 EUR+0,00 EUR
UKA (Dezember-2026-Future (UK))67,09 GBP68,70 GBP+1,61 GBP
UK Natural Gas (Dezember-2026-Future)72,50 GBP73,31 GBP+0,81 GBP
ICE Brent Crude Oil (Dezember-2026-Future)59,99 USD60,34 USD+0,35 USD
EURO (Forex)1,1772 USD1,1720 USD-0,0052 USD

(EUA, EUA2, UKA, Natural Gas, Crude Oil und Euro zeigen Börsenschlusskurse des jeweiligen Benchmark-Kontrakts. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Jahresschlusskurse 2025

Sehr geehrte Damen und Herren,

hier finden Sie die Jahresschlusskurse der Finanzinstrumente, welche wir Ihnen in unseren wöchentlichen Marktberichten übermitteln.

             Instrument 31.12.2431.12.25Veränderung
EUA (Dezember-2026-Future)75,09 EUR87,17 EUR+12,08 EUR
EUA (Spot-Markt)71,48 EUR85,37 EUR+13,89 EUR
nEZ (nationale Emissionszertifikate (D))45,00 EUR55,00 EUR+10,00 EUR
UKA (Dezember-2026-Future (UK))38,02 GBP67,07 GBP+29,05 GBP
UK Natural Gas (Dezember-2026-Future)96,34 GBP72,39 GBP-23,95 GBP
ICE Brent Crude Oil (Dezember-2026-Future)69,79 USD60,97 USD-8,42 USD
EURO (Forex)1,0340 USD1,1732 USD+0,1392 USD

(EUA, EUA2, UKA, Natural Gas, Crude Oil und Euro zeigen Börsenschlusskurse des jeweiligen Benchmark-Kontrakts. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Ihr Advantag – Team

Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 29.12.2025

Sehr geehrte Damen und Herren,

der weltweite Markt der freiwilligen Kompensation von Treibhausgasen hat Anfang des Jahrzehnts deutlich an Vertrauen und Handelsvolumen eingebüßt, nicht zuletzt, da es mehrere Projekte gab, die einen mehr als zweifelhaften Nutzen für das Klima hatten.

Das Jahr 2026 markiert nun voraussichtlich einen wichtigen Wendepunkt für den freiwilligen CO₂-Markt, der seit 2024 wieder ansteigt. Nach einer Phase voller Unsicherheit, Kritik und Schwankungen wird der Markt nun erwachsener. Unternehmen setzen sich ehrgeizige Klimaziele und investieren so stark wie nie zuvor. Gleichzeitig verschärfen sich die Anforderungen an Integrität, auch die  Regulierungsbehörden werden aktiver und hochwertige Zertifikate bleiben weiterhin rar. Dadurch wächst der Markt nicht nur rasant, sondern belohnt vor allem Projekte, die tatsächlichen und nachhaltigen Klimaschutz leisten.

Im Jahr 2025 nahm diese Entwicklung deutlich Fahrt auf: Unternehmen haben im ersten Halbjahr mehr Zertifikate stillgelegt als je zuvor, und die Investitionen in neue Projekte haben sich verdreifacht. Besonders Asien tritt hier als treibende Kraft hervor. Bis 2026 präsentiert sich der Markt somit größer, glaubwürdiger, wettbewerbsfähiger und strategischer als je zuvor.

Trotz unterschiedlicher Perspektiven sind sich Analysten einig, dass der Markt für freiwillige CO₂-Zertifikate (VCM – Voluntary Carbon Market) sehr schnell wächst. Roots Analysis beispielsweise geht von einem vorsichtigen, aber zuversichtlichen Szenario aus. Die Prognose sieht den Markt 2026 bei etwa 1,7 Milliarden US-Dollar – ein nur leichter Anstieg im Vergleich zu 1,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Bis 2035 soll der Markt jedoch sogar mit einer jährlichen Wachstumsrate von 38% auf fast 47,5 Milliarden US-Dollar anwachsen.

Die Analysten von Modor Intelligence gehen in ihren Prognosen sogar von einem globalen Marktvolumen von mehr als 120 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 aus, wobei die größten Käufer Unternehmen in Nordamerika sein werden.

Im Mittelpunkt stehen dabei verifizierte, qualitativ hochwertige Zertifikate für Emissionsminderungen und naturbasierte Lösungen. Über 6.200 Unternehmen setzen wissenschaftlich fundierte Klimaziele um und tragen so zum Wachstum bei.

Sollte Ihr Unternehmen auch am freiwilligen Markt für CO2-Zertifikate teilnehmen wollen, stehen wir Ihnen beratend und mit einem interessanten Portfolio mit den wichtigsten Standards wie Verified Carbon Standard (VCS) oder Gold Standard zu attraktiven Konditionen zur Verfügung.

Die Preise für europäische Emissionsrechte haben sich in der durch die Weihnachtsfeiertage verkürzten Handelswoche weiterhin bullish gezeigt.

So stiegen die EUAs in der letzten Woche um 1,1% und markierten am Mittwoch mit 88,88 Euro ein neues Jahreshoch.

Auch diese Börsenwoche ist durch das Neujahr verkürzt und man kann aktuell von einem eher ruhigen Handelsverlauf ausgehen.

Das Team der Advantag wünscht Ihnen einen guten Start in ein hoffentlich gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2026!

             Instrument 19.12.2526.12.25Veränderung
EUA (Dezember-2026-Future)87,05 EUR88,01 EUR+0,96 EUR
EUA2 (Dezember-2028-Future)74,74 EUR75,77 EUR+1,03 EUR
nEZ25 (nationale Emissionszertifikate (D))55,00 EUR55,00 EUR+0,00 EUR
UKA (Dezember-2026-Future (UK))65,53 GBP67,09 GBP+1,56 GBP
UK Natural Gas (Dezember-2026-Future)72,08 GBP72,50 GBP+0,42 GBP
ICE Brent Crude Oil (Dezember-2026-Future)59,90 USD59,99 USD+0,09 USD
EURO (Forex)1,1709 USD1,1772 USD+0,0063 USD

(EUA, EUA2, UKA, Natural Gas, Crude Oil und Euro zeigen Börsenschlusskurse des jeweiligen Benchmark-Kontrakts. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

Bei Rückfragen steht Ihnen unser Händlerteam jederzeit gerne zur Verfügung. Gerne können Sie auch hier einen Beratungstermin mit einem Spezialisten aus unserem Haus buchen.

Mit freundlichen Grüßen

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