Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 08.06.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

die European Energy Exchange AG (EEX) wurde in der vergangenen Woche von der Europäischen Kommission damit beauftragt, ab Januar 2027 für die kommenden fünf Jahre die gemeinsame europäische Plattform für die vierte Phase (CAP4) der Auktionen im EU-Emissionshandelssystem (EU ETS 1) zu betreiben.

Das Mandat umfasst die Auktionen im EU ETS 1 für 25 EU-Mitgliedstaaten, drei EWR-EFTA-Staaten sowie die bereits in der dritten Phase der gemeinsamen Auktionsplattform enthaltenen Fonds.

Hinzu kommen die neuen EU-ETS-2-Auktionen für 27 EU-Mitgliedstaaten, die drei EWR-EFTA-Staaten und den Klima-Sozialfonds. Damit werden ab 2028 zusätzliche Sektoren (Gebäude, Straßenverkehr und Kleinindustrie) nunmehr europaweit in den Emissionshandel einbezogen; zugleich ersetzt dies das nationale Emissionshandelssystem in Deutschland.

Die deutsche Bundesregierung bekennt sich zum Europäischen Emissionshandel – doch Wirtschaftsministerin Reiche will ein noch langsameres Tempo beim Abbau der Emissionsrechte durchsetzen. Hiermit will sie die Industrie vor weiteren Kostensteigerungen schützen.

Auf der anderen Seite sehen sich insbesondere diejenigen Unternehmen benachteiligt, welche von einer verlässlichen Klimapolitik der EU ausgegangen sind und bereits frühzeitig in klimaschonendere Produktion investiert haben. Pläne, wie mit derartigen Investitionsrisiken umzugehen ist, liegen jedoch noch nicht vor.

Mitte Juli will die EU-Kommission Reformvorschläge für das EU ETS 1 vorlegen. Man darf gespannt sein, wie sie sich hinsichtlich der Investitionssicherheit positioniert.  

Wer von einem schnellen Ende des Iran-Krieges ausgegangen ist, sah sich enttäuscht und auch die Energiemärkte reagierten in der vergangenen Woche ernüchtert. So stiegen die Öl- und Gaspreise wieder an, worauf die EUAs auf Wochenschlusskursbasis 4,6% nachgaben und wieder deutlich unter die 80-Euro-Marke sanken.

In der neuen Handelswoche kommt nun erstmals das komplette neue Auktionsvolumen an allen fünf Versteigerungstagen zum Tragen. Aus den Kontingenten der EU, Polens und Deutschland werden insgesamt 11.975.000 EUAs zur Versteigerung gelangen, was einem Plus von 13% gegenüber der Vorwoche entspricht.

             Instrument29.05.2605.06.26Veränderung
EUA (Dezember-2026-Future)80,63 EUR76,94 EUR-3,69 EUR
EUA2 (Dezember-2028-Future)66,75 EUR67,50 EUR+0,75 EUR
nEZ25 (nationale Emissionszertifikate (D))55,00 EUR55,00 EUR+0,00 EUR
UKA (Dezember-2026-Future (UK))58,67 GBP55,53 GBP-3,14 GBP
UK Natural Gas (Dezember-2026-Future)117,07 GBP123,45 GBP+6,38 GBP
ICE Brent Crude Oil (Dezember-2026-Future)84,18 USD85,63 USD+1,18 USD
EURO (Forex)1,1660 USD1,1523 USD-0,0137 USD

(EUA, EUA2, UKA, Natural Gas, Crude Oil und Euro zeigen Börsenschlusskurse des jeweiligen Benchmark-Kontrakts. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Ihr Advantag – Team

Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 01.06.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

US-Präsident Donald Trump hat in seinem Wahlkampf immer wieder einen seiner Lieblingssätze geäußert, „drill, baby, drill“, mit welchem er fossile Heiz- und Brennstoffe wieder salonfähig machen wollte.

Mit seinem Angriffskrieg gegen den Iran hat Trump jedoch genau das Gegenteil bewirkt. Nach Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) werden Elektrofahrzeuge 2026 fast 30 % der weltweiten Autoverkäufe ausmachen. Der Umstieg auf Elektromobilität und somit zur Dekarbonisierung des Verkehrs beschleunigt sich damit weiter. Getrieben von hohen Ölpreisen und sinkenden Batteriekosten erwartet die IEA für dieses Jahr weltweit 23 Millionen verkaufte Elektrofahrzeuge. Neben China wächst die Nachfrage inzwischen auch in Europa, Lateinamerika und Südostasien deutlich.

Auch der globale Handel mit Technologien für erneuerbare Energie hat sich trotz geopolitischer Spannungen und Zöllen deutlich erholt und erreichte 479 Milliarden Dollar. Wachsende Sorgen um die Energiesicherheit haben viele Staaten dazu veranlasst, ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken und die Nachfrage nach Solarenergie sowie Batteriespeichern zu erhöhen. Da sich Handelsrouten verlagern, um neue Zölle zu umgehen, wird saubere Technologie zunehmend zu einem zentralen Element staatlicher Handelspolitik.

Am 15. Juli will die Europäische Kommission Reformpläne für das EU Emissionshandelssystem EU ETS1 vorlegen. Ein zentraler Bestandteil der Reformen soll die weitere kostenlose Zuteilung von Zertifikaten in verschiedenen Branchen sein. Diese sollen jedoch daran geknüpft sein, dass sie nachweislich in die Dekarbonisierung ihrer Standorte in der EU investieren.

Aufgrund möglicher positiver Entwicklungen hinsichtlich des Iran-Konflikts und der angeblichen Einigung auf ein „Memorandum of Understanding“ zwischen den Kriegsparteien hat sich der Kurs der EUAs am Donnerstag der vergangenen Woche über die Marke von 80 Euro begeben und sind auf Wochenschlusskursbasis mit einem Plus von 4,8% aus dem Handel gegangen.

Das erratische Vorgehen von US-Präsident Trump könnte den Optimismus natürlich merklich dämpfen, insofern er die gemachten Fortschritte aufgrund einer Befindlichkeit wieder zerstören sollte.

In dieser Woche werden mit Ausnahme vom Mittwoch an den anderen vier Tagen insgesamt 10.595.500 EUAs an der EEX versteigert, was einem Plus von 31,7% gegenüber der Vorwoche bedeutet. Grund für den starken Anstieg ist das gestiegene Auktionsvolumen der Versteigerungen aus den Kontingenten der EU von bislang 2.712.500 auf 3.198.500 EUAs an drei Wochentagen.

             Instrument22.05.2629.05.26Veränderung
EUA (Dezember-2026-Future)76,92 EUR80,63 EUR+3,71 EUR
EUA2 (Dezember-2028-Future)66,87 EUR66,75 EUR-0,12 EUR
nEZ25 (nationale Emissionszertifikate (D))55,00 EUR55,00 EUR+0,00 EUR
UKA (Dezember-2026-Future (UK))53,45 GBP58,67 GBP+5,22 GBP
UK Natural Gas (Dezember-2026-Future)122,82 GBP117,07 GBP-5,75 GBP
ICE Brent Crude Oil (Dezember-2026-Future)88,28 USD84,18 USD-4,10 USD
EURO (Forex)1,1604 USD1,1660 USD+0,0056 USD

(EUA, EUA2, UKA, Natural Gas, Crude Oil und Euro zeigen Börsenschlusskurse des jeweiligen Benchmark-Kontrakts. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Ihr Advantag – Team

Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 25.05.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

am vergangenen Donnerstag verabschiedete die UN-Generalversammlung eine historische Resolution, die alle Mitgliedstaaten völkerrechtlich zu stärkerem Klimaschutz verpflichtet. Sie stützt ein wegweisendes Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) aus dem Jahr 2025. Danach ist die Missachtung von Klimaschutzzielen rechtswidrig, und betroffene Staaten können Schadensersatz verlangen.

Die Initiative geht auf eine Kampagne von Jura-Studentinnen und Studenten aus kleinen Inselstaaten wie Vanuatu zurück, die durch den steigenden Meeresspiegel besonders bedroht sind. Diese hatten auch das IGH-Gutachten vom Juli 2025 veranlasst.

141 Länder stimmten für die Resolution. 28 Staaten enthielten sich, darunter Indien und mehrere wichtige Ölförderländer. Acht Staaten lehnten sie ab, darunter die USA, Russland, Saudi-Arabien, Israel und der Iran. Auch Staaten, die wie die USA unter Donald Trump Anfang 2026 erneut aus dem Pariser Abkommen ausgetreten sind, bleiben aufgrund des völkerrechtlichen Gewohnheitsrechts an diese Pflichten gebunden.

Wie die Weltbank in der letzten Woche veröffentlichte, haben sich die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung weltweit im letzten Jahrzehnt verdreifacht – von unter 30 Milliarden Dollar im Jahr 2016 auf mehr als 107 Milliarden Dollar für öffentliche Haushalte im Jahr 2025, wie aus einem in der letzten Woche veröffentlichten Bericht der Weltbankgruppe hervorgeht.

Etwas mehr als 29 % der globalen Treibhausgasemissionen sind derzeit durch direkte CO₂-Bepreisung abgedeckt, wie beispielsweise das EU Emissionshandelssystem EU ETS. Dieser Anteil würde auf rund ein Drittel steigen, wenn die aktuell in Entwicklung befindlichen Instrumente in weiteren wichtigen Schwellenländern eingeführt würden.

In Washington geht Donald Trump mittlerweile davon aus, dass eine Einigung mit dem Iran bevorstünde und die Straße von Hormus binnen 30 Tagen nach der Einigung wieder vollständig freigegeben würde. Und das wäre auch dringend erforderlich, da die Erdöl-Reserven täglich sinken und bei einem weiter anhaltenden Konflikt und ausbleibendem Öl aus der Region lediglich bis Ende des Sommers reichen. Aber auch eine zeitnahe Beendigung sollte im Herbst eine steigende Versorgungsunsicherheit mit sich bringen.

Die Preise im EU ETS1 sind in der vergangenen Woche indes 1,7% gegenüber der Vorwoche auf 76,92 Euro im Benchmark-Kontrakt angestiegen. Die EUAs bewegten sich dabei in einer Spanne zwischen 74,52 und 77,17 Euro.

Aufgrund des Pfingstmontags finden auch in dieser Woche lediglich vier Auktionen an der European Energy Exchange statt, das Gesamtvolumen beträgt hierbei 8.042.500 EUAs und ist somit 12,9% niedriger als in der Vorwoche.  

             Instrument15.05.2622.05.26Veränderung
EUA (Dezember-2026-Future)75,60 EUR76,92 EUR+1,32 EUR
EUA2 (Dezember-2028-Future)66,75 EUR66,87 EUR+0,12 EUR
nEZ25 (nationale Emissionszertifikate (D))55,00 EUR55,00 EUR+0,00 EUR
UKA (Dezember-2026-Future (UK))51,13 GBP53,45 GBP+2,32 GBP
UK Natural Gas (Dezember-2026-Future)124,79 GBP122,82 GBP-1,97 GBP
ICE Brent Crude Oil (Dezember-2026-Future)90,98 USD88,28 USD-2,70 USD
EURO (Forex)1,1626 USD1,1604 USD-0,0022 USD

(EUA, EUA2, UKA, Natural Gas, Crude Oil und Euro zeigen Börsenschlusskurse des jeweiligen Benchmark-Kontrakts. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 18.05.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Preis für Rohöl ist erstaunlich niedrig angesichts der Tatsache, dass die weltweiten Ölreserven im Rekordtempo schrumpfen.

Nicht nur die Transportprobleme an der Straße von Hormus setzen das weltweite Ölangebot unter Druck, von März auf April ging zudem die Förderung zurück. Zu diesem Ergebnis kommt der Ölmarktbericht der Internationalen Energieagentur IEA für Mai, der am vergangenen Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Lieferströme für Rohöl, Erdgas und Kraftstoffe aus dem Persischen Golf sind weiterhin großteils unterbrochen; Regierungen und Unternehmen reagieren laut Bericht mit Rationierungen, Sparmaßnahmen und Preiskontrollen.

Nach Einschätzung der IEA wird sich die Lage noch über Monate hinziehen. Die Freigabe von Notfallreserven in Deutschland, den USA und Japan ließ die erfassten Öllagerbestände im März und April um rund vier Millionen Barrel täglich sinken. Bis Oktober bleibe der Ölmarkt „massiv unterversorgt“, auch bei einem baldigen Ende des Iran-Konflikts.

Am Spotmarkt schloss Rohöl der Sorte Brent in der vergangenen Woche bei 109,35 US-Dollar und auch der Dezember-Kontrakt kletterte wieder über die 90-Dollar-Linie.

Die European Energy Exchange (EEX) hat den angepassten EUA-Auktionskalender für 2026 am vergangenen Dienstag veröffentlicht. Er gilt von Juni bis Dezember und berücksichtigt das geänderte Europäische Klimagesetz. Ab Juni 2026 werden 50 Millionen EUA-Zertifikate für den Klima-Sozialfonds versteigert. Davon waren 10 Millionen bislang den teilnehmenden Mitgliedstaaten zugeteilt. Diese 10 Millionen Zertifikate wurden dort abgezogen und ebenso dem Fonds zugeschlagen.

Der Klima-Sozialfonds (Social Climate Fund) ist ein EU-Fonds, der Belastungen aus dem EU-Emissionshandel in den Bereichen Gebäude und Verkehr (EU ETS2) für besonders betroffene Bürger und Kleinstunternehmen abfedern soll. Er stellt den Mitgliedstaaten Mittel für befristete Einkommenshilfen, Investitionen in Energieeffizienz und Gebäudedekarbonisierung sowie für den besseren Zugang zu emissionsarmer Mobilität bereit.

Hierdurch erhöhen sich die zumeist drei Mal wöchentlich stattfindenden Auktionen der EU zwischen Juni und August von 2.712.500 auf 3.198.500 und ab September auf 3.699.000 EUAs. Die wöchentlich stattfindende deutsche Auktion reduziert sich in den kommenden drei Monaten von 1.093.000 auf 1.000.000 Stücke, um ab September auf 2.596.000 EUAs wöchentlich anzusteigen. Die zweiwöchentlich stattfindende Auktion für Polen reduzieren sich im folgenden Dreimonatszeitraum von 1.524.500 auf 1.380.000 EUAs, ab September steigt das Volumen auf 2.794.000 Emissionsrechte an.

Zudem plant die deutsche Bundesregierung, die Bepreisung im nationalen Emissionshandelssystem nEHS auch 2027 wie in diesem Jahr durchzuführen. Bislang besteht die Regelung, dass sich der Preis der nationalen Emissionszertifikate am Durchschnittspreis der Emissionsrechte des EU ETS1 richtet.  

Hierfür ist eine Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) und der Brennstoffemissionshandelsverordnung (BEHV) durch Bundestag und Bundesrat erforderlich.

In der vergangenen Woche, in welcher feiertagsbedingt nur drei Auktionen an der EEX stattfanden, haben sich die EUAs in einer Handelsspanne von 73,69 bis 77,45 Euro bewegt.

Aufgrund des turnusmäßigen Ausbleibens der polnischen Mittwochsauktion werden in dieser Woche an den anderen vier Handelstagen insgesamt 9.230.500 EUAs aus den Kontingenten der EU und Deutschlands versteigert.

             Instrument08.05.2615.05.26Veränderung
EUA (Dezember-2026-Future)75,18 EUR75,60 EUR+0,42 EUR
EUA2 (Dezember-2028-Future)67,00 EUR66,75 EUR-0,25 EUR
nEZ25 (nationale Emissionszertifikate (D))55,00 EUR55,00 EUR+0,00 EUR
UKA (Dezember-2026-Future (UK))50,05 GBP51,13 GBP+1,08 GBP
UK Natural Gas (Dezember-2026-Future)112,80 GBP124,79 GBP+11,99 GBP
ICE Brent Crude Oil (Dezember-2026-Future)87,28 USD90,98 USD+3,70 USD
EURO (Forex)1,1787 USD1,1626 USD-0,0161 USD

(EUA, EUA2, UKA, Natural Gas, Crude Oil und Euro zeigen Börsenschlusskurse des jeweiligen Benchmark-Kontrakts. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 11.05.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

für die westlichen Industriestaaten gibt es mit dem Ukrainekrieg und dem Konflikt im Nahen Osten zwei akute Problemzonen, welche sich auf das Wirtschaftswachstum und die Stabilität der Energieversorgung mit fossilen Brenn- und Treibstoffen auswirken.

Mittlerweile scheinen alle Kriegsparteien in den zuvor benannten Kriegen verstanden zu haben, dass es sowohl innenpolitisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist, eine Exitstrategie vorzubereiten.

Inwiefern dies in greifbare Nähe rückt, ist bei den Hauptakteuren nicht mit kalkulierbarer Sicherheit vorherzusehen, jedoch mehren sich die Zeichen, dass es zum Ende der Konflikte kommen könnte.

Selbstredend geht es jetzt hauptsächlich darum, so etwas einigermaßen gesichtswahrend hinzubekommen, damit sich jede Partei in irgendeiner Art und Weise als Sieger darstellen kann.

Insofern sich die Entspannungssignale weiter häufen, könnte das weiter bearishe Signale bei den Energiemärkten setzen, was bei den Emissionsrechten den gegenteiligen Effekt verursachen sollte.

In der vergangenen Handelswoche stiegen die EU-Emissionsrechte daher moderat an und bewegten sich in einer Marge zwischen 72,71 und 77,11 Euro im Dezember-Benchmark-Kontrakt.

Auf Wochenschlusskursbasis zeigten sie letztendlich ein Plus von 1,7% auf, während UK Natural Gas beispielsweise um 4,3% gesunken ist.

In dieser Woche werden wegen des Feiertags und des Brückentags am Freitag an lediglich drei Börsentagen insgesamt 6.949.500 EUAs an der Leipziger EEX versteigert.

Erst in der 24. Kalenderwoche, die am 06.06.2026 beginnt, wird wieder an fünf Tagen das maximale Wochenvolumen zur Auktion gelangen.

             Instrument01.05.2608.05.26Veränderung
EUA (Dezember-2026-Future)73,94 EUR75,18 EUR+1,24 EUR
EUA2 (Dezember-2028-Future)67,41 EUR67,00 EUR-0,41 EUR
nEZ25 (nationale Emissionszertifikate (D))55,00 EUR55,00 EUR+0,00 EUR
UKA (Dezember-2026-Future (UK))49,88 GBP50,05 GBP+0,17 GBP
UK Natural Gas (Dezember-2026-Future)117,87 GBP112,80 GBP-5,07 GBP
ICE Brent Crude Oil (Dezember-2026-Future)87,40 USD87,28 USD-0,12 USD
EURO (Forex)1,1721 USD1,1787 USD+0,0066 USD

(EUA, EUA2, UKA, Natural Gas, Crude Oil und Euro zeigen Börsenschlusskurse des jeweiligen Benchmark-Kontrakts. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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