Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 19.04.2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine ohne Anzeichen eines Waffenstillstands treibt derzeit Versorgungsängste bei Öl an, zumal erwartet wird, dass die Nachfrage mit der näher rückenden Urlaubssaison in Europa und Nordamerika anziehen wird.

Zudem ging die russische Produktion in der ersten Aprilhälfte gegenüber März um 7,5% zurück, und die EU-Regierungen verlautbarten bereits, Vorschläge zum Importende russischen Rohöls auszuarbeiten.

Auch wenn China im März 2% weniger Öl raffinierte als im Vorjahr, was an einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und Sorgen in Bezug auf weitere Corona-Maßnahmen in China lag, haben die Bullen am Ölmarkt die Oberhand behalten und die Preise für die Sorte Brent im Vergleich zur Vorwoche um knapp neun Prozent steigen lassen.

Die Preise für europäische CO2-Emissionsrechte hingegen zeigten sich hiervon unbeeindruckt und schlossen knapp unterhalb der 80-Euro-Marke nahezu unverändert, womit sie die seit Mitte März anhaltende Seitwärtsbewegung fortsetzten.

In dieser Handelswoche gelangen wegen des Ostermontags an lediglich drei Handelstagen insgesamt 6.957.000 EUA an der Leipziger EEX zur Versteigerung.

Dies und das nahende Ende der Abgabefrist am Ende der kommenden Woche könnte die Kurse wieder über die 80er Marke bringen, insofern keine deutlich bearishen Neuigkeiten vermeldet werden.

  (Durchschnittliche Börsenkurse / OTC)   
Instrument08.04.2215.04.22Veränderung
EUA (Spotmarkt)80,15 EUR79,88 EUR-0,27 EUR
EUA (Dezember-2022-Future)80,09 EUR79,97 EUR-0,12 EUR
VER (Carbon Offsets)11,45 USD11,53 USD+0,08 USD
VER (CORSIA eligible carbon credits)5,98 USD6,06 USD+0,07 USD
nEZ (nationale Emissionszertifikate (D))30,00 EUR30,00 EUR+0,00 EUR
ICE Brent Crude Oil (Benchmark Future)102,27 USD111,41 USD+9,14 USD
EURO (Currency, Forex)1,0875 USD1,0810 USD-0,0065 USD

(Die durchschnittlichen Börsenkurse und OTC-Preise zeigen das jeweilige Mittel von Angebot und Nachfrage verschiedener Handelsplätze für CO2-Emissionsrechte. Bid und Ask weichen üblicherweise mehrere Cent vom Mittelwert ab. Rohöl und Euro zeigen Börsenschlusskurse. Bei den VER-Kursen handelt es sich um Durchschnittskurse (carboncredits.com), welche im Rahmen von CORSIA und der freiwilligen Kompensation Verwendung finden können. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

Bei Rückfragen steht Ihnen unser Händlerteam jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre

Advantag Services GmbH 

Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 11.04.2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

der schreckliche Krieg in der Ukraine und die immer noch omnipräsente Corona-Pandemie beherrschen die Nachrichten, weswegen kaum noch Zeit für andere Themen bleibt. Deswegen weißen wir heute einmal insbesondere auf die Klimakrise hin, welche sich immer weiter in Richtung einer Katastrophe entwickelt, wenn wir nicht Corona und den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Probleme mit der Lieferung fossiler Brennstoffe als Chance begreifen, unverzüglich die Weichen hin zur Dekarbonisierung der Welt zu stellen.

Die Menschheit hat seit Beginn der Industrialisierung bis zum Jahr 2019 insgesamt 2.400 Gigatonnen an Treibhausgasen freigesetzt. Im Zeitraum von 1850 bis 1989, also binnen 140 Jahren, waren es 1.400 Gigatonnen CO2e, also 58% der Gesamtemissionen. Im Zeitraum der letzten drei Dekaden von 1990 bis 2019 haben wir die restlichen 1.000 Gigatonnen CO2e in die Atmosphäre geblasen. Und das letzte Jahrzehnt stellt einen weiteren, traurigen Rekord auf – im Zeitraum von 2009 bis 2019 waren es 410 Gigatonnen CO2e, was 17% der Emissionen zwischen 1850 und 2019 entspricht.

In der vergangenen Woche hat die deutsche Bundesregierung nun die Weichen für die Umlegung der CO2-Bepreisung im Gebäudesektor beschlossen, welche nun ab 2023 beginnen soll. Bislang wird dieser komplett durch die Heizkosten der Mieter getragen, ab dem kommenden Jahr soll es nun ein Stufenmodell werden, welches die Belastung in der Weise auf den Vermieter umlegt, wie klimaschädlich sein Gebäude ist.

Hat eine Wohnung eine schlechte Energiebilanz von mehr als 52 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter, so zahlt der Vermieter nun 90% und der Mieter nur noch 10% über seine Heizkosten. Das soll dann in bis zu 10 Stufen bis auf 0% für den Vermieter gesenkt werden, insofern das Gebäude den Energiestandard EH55 einhält oder besser. In dem Fall trägt der Mieter weiterhin alle Kosten für die CO2-Bepreisung gemäß Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG).

Deutschland hat in Europa als erstes Land den nationalen Emissionshandel durch das BEHG eingeführt und mittlerweile leibäugelt auch die Europäische Union damit, dies EU-weit einzuführen, um in allen Ländern eine entsprechende Bepreisung der CO2-Emissionen im Gebäude- und Verkehrssektor zu gewährleisten. Man kann gespannt sein, wie schnell eine entsprechende Umsetzung erfolgt.

In dieser und der kommenden Woche findet aufgrund der Osterfeiertage lediglich an vier Tagen eine Auktion an der EEX statt, in der kommenden Woche sind es nur drei Versteigerungstermine für EU-Emissionsrechte. Dementsprechend haben die Kurse sich nun leicht bullish gezeigt und schlossen am Freitag oberhalb der 80-Euro-Marke.

  (Durchschnittliche Börsenkurse / OTC)   
Instrument01.04.2208.04.22Veränderung
EUA (Spotmarkt)78,28 EUR80,15 EUR+1,87 EUR
EUA (Dezember-2022-Future)78,49 EUR80,09 EUR+1,60 EUR
VER (Carbon Offsets ø)10,99 USD11,45 USD+0,46 USD
VER (CORSIA eligible carbon credits ø)6,29 USD5,98 USD-0,31 USD
nEZ (nationale Emissionszertifikate (D))30,00 EUR30,00 EUR+0,00 EUR
ICE Brent Crude Oil (Benchmark Future)104,38 USD102,27 USD-2,11 USD
EURO (Currency, Forex)1,1028 USD1,0875 USD-0,0153 USD

(Die durchschnittlichen Börsenkurse und OTC-Preise zeigen das jeweilige Mittel von Angebot und Nachfrage verschiedener Handelsplätze für CO2-Emissionsrechte. Bid und Ask weichen üblicherweise mehrere Cent vom Mittelwert ab. Rohöl und Euro zeigen Börsenschlusskurse. Bei den VER-Kursen handelt es sich um Durchschnittskurse (carboncredits.com), welche im Rahmen von CORSIA und der freiwilligen Kompensation Verwendung finden können. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

Bei Rückfragen steht Ihnen unser Händlerteam jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre

Advantag Services GmbH 

Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 04.04.2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch wenn Corona im vergangenen Jahr noch viele Bereiche des öffentlichen Lebens zumindest partiell lahmgelegt hat, war das vergangene Jahr 2021 das Jahr mit den bislang höchsten jemals aufgezeichneten CO2-Emissionen im Bereich der globalen energiebezogenen Emissionen.

Insgesamt wurde die unglaubliche Anzahl von 40,8 Milliarden Tonnen CO2e ausgestoßen. Allen voran war Kohle mit 37% für mehr als 15 Milliarden Tonnen verantwortlich, gefolgt von Öl mit 10,7 Milliarden Tonnen (26%) und Gas (NG) mit 7,5 Milliarden Tonnen, was 18% der globalen Emissionen ausmachte. Methangas ist für 10% oder 4 Milliarden Tonnen Treibhausage zuständig und die verbleibenden 9% teilen sich industrielle Prozesse, die Abfallwirtschaft und sonstige Erzeugungen von Treibhausgasen in der Industrie.

US-Präsident Joe Biden hat Ende vergangener Woche die Freigabe von einer Million Barrel Öl täglich in den nächsten sechs Monaten verkündet, was den Preis für Rohöl der Marke Brent kurzfristig unter die 100-USD-Marke abstürzen lies und auch auf Wochenschlusskursbasis ein deutliches Minus aufzeigte.

Man kann nur hoffen, dass die politisch verantwortlichen der westlichen Welt aufgrund der Rekordzahlen an Treibhausgasemissionen und dem Hintergrund der Abhängigkeit von Russland und den arabischen Staaten nun endlich verstanden haben, dass der Weg zur Dekarbonisierung der Gesellschaft alternativlos ist.

In der vergangenen Handelswoche bewegten sich die Preise für die CO2-Emissionszertifikate des europäischen Emissionshandelssystems EU ETS eher seitwärts und schlossen auf Wochenschlusskursbasis nahezu unverändert.

An der Leipziger Energiebörse werden in dieser Woche insgesamt 5.575.500 EUA versteigert sowie 600.000 EUAA für die Luftfahrt, welche jedoch auch EUAs verwenden könnte, da auch der Preisunterschied marginal ist. Am Dienstag und am Donnerstag finden auch wieder die Auktionstermine des nationalen Emissionshandels Deutschlands statt, wobei sowohl 2021er als auch 2022er nationale Emissionszertifikate (nEZ) erworben werden können.

  (Durchschnittliche Börsenkurse / OTC)   
Instrument25.03.2201.04.22Veränderung
EUA (Spotmarkt)78,31 EUR78,28 EUR-0,03 EUR
EUA (Dezember-2022-Future)78,60 EUR78,49 EUR-0,11 EUR
VER (Carbon Offsets ø)10,97 USD10,99 USD+0,02 USD
VER (CORSIA eligible carbon credits ø)6,20 USD6,29 USD+0,09 USD
nEZ (nationale Emissionszertifikate (D))30,00 EUR30,00 EUR+0,00 EUR
ICE Brent Crude Oil (Benchmark Future)119,31 USD104,38 USD-14,93 USD
EURO (Currency, Forex)1,0981 USD1,1028 USD+0,0047 USD

(Die durchschnittlichen Börsenkurse und OTC-Preise zeigen das jeweilige Mittel von Angebot und Nachfrage verschiedener Handelsplätze für CO2-Emissionsrechte. Bid und Ask weichen üblicherweise mehrere Cent vom Mittelwert ab. Rohöl und Euro zeigen Börsenschlusskurse. Bei den VER-Kursen handelt es sich um Durchschnittskurse (carboncredits.com), welche im Rahmen von CORSIA und der freiwilligen Kompensation Verwendung finden können. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

Bei Rückfragen steht Ihnen unser Händlerteam jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre

Advantag Services GmbH 

Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 28.03.2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch in der vergangenen Woche war der Krieg Russlands gegen die Ukraine beherrschendes Thema an den Finanz-, Energie- und Rohstoffmärkten.

Auch wenn man es Deutschlands Wirtschaftsminister Habeck ansehen konnte, hat er mit Katar eine langfristige Energiepartnerschaft geschlossen, wobei es insbesondere um die Lieferung von Flüssiggas (LNG) in den kommenden Jahren geht. Katar ist einer der weltweit wichtigsten Produzenten von Flüssigerdgas. Und damit wenigstens ein leichtes Grün zu erkennen ist, betonte Habeck, dass die vereinbarte Partnerschaft nicht nur Flüssiggas, sondern auch den Ausbau von erneuerbaren Energien verbunden mit weiteren Maßnahmen zur Energieeffizienz beinhalte.

Die deutsche Bundesregierung beabsichtigt somit, den Anteil von Gas aus Russland bis Ende 2022 auf circa 30 Prozent zu senken. Schon bis Anfang April soll der russische Anteil um 15 auf nur noch 40 Prozent sinken.

Ebenfalls hat US-Präsident Joe Biden gemeinsam mit der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel verstärkte Lieferungen von Flüssiggas aus den USA in die EU verkündet. Bis 2030 solle Europa eine kontinuierliche Nachfrage nach zusätzlichem Flüssiggas über mindestens 50 Milliarden Kubikmeter pro Jahr aus den USA haben, was der Menge eines Drittels des russischen Gases entspräche, welches derzeit nach Europa kommt. Bereits in diesem Jahr solle der US-Import ein Zehntel der russischen Importe ersetzen. Neben den USA verhandelt die EU-Kommission noch mit Katar, Südkorea, Aserbaidschan und Japan.

Um Lieferungen zu diversifizieren, ist die EU-Kommission auch mit Ländern wie Katar, Aserbaidschan, Japan und Südkorea in Kontakt. Die Bundesregierung will den Anteil russischen Gases in Deutschland bis Ende des Jahres auf etwa 30 Prozent senken. Bereits Ende dieses Monats soll der Anteil statt bislang 55 Prozent nur noch bei 40 Prozent liegen.

Mit Blick auf das nahende Ende der Abgabefrist Ende der 17. Kalenderwoche könnten die EU-Emissionsrechte, speziell bei Signalen der Entspannung in der Ukraine, wieder bullishe Tendenzen aufweisen. Aus dieser Sicht bietet es sich möglicherweise an, zumindest Teile noch zu beschaffender Zertifikate für das Compliance-Portfolio zu beschaffen.

In dieser Woche finden an der EEX regulär an allen fünf Arbeitstagen Auktionen für insgesamt 12.786.000 EUAs statt.

  (Durchschnittliche Börsenkurse / OTC)   
Instrument18.03.2225.03.22Veränderung
EUA (Spotmarkt)78,84 EUR78,31 EUR-0,53 EUR
EUA (Dezember-2022-Future)78,89 EUR78,60 EUR-0,29 EUR
VCU (Voluntary Carbon Units ø)8,42 USD8,95 USD+0,53 USD
VER (Gold Standard Spotmarkt ø)8,00 USD8,54 USD+0,54 USD
nEZ (nationale Emissionszertifikate (D))30,00 EUR30,00 EUR+0,00 EUR
ICE Brent Crude Oil (Benchmark Future)108,21 USD119,31 USD+11,10 USD
EURO (Currency, Forex)1,1091 USD1,0981 USD-0,0110 USD

(Die durchschnittlichen Börsenkurse und OTC-Preise zeigen das jeweilige Mittel von Angebot und Nachfrage verschiedener Handelsplätze für CO2-Emissionsrechte. Bid und Ask weichen üblicherweise mehrere Cent vom Mittelwert ab. Rohöl und Euro zeigen Börsenschlusskurse. Bei den VCU- und VER-Kursen handelt es sich um Durchschnittskurse (CBL markets), welche im Rahmen der freiwilligen Kompensation Verwendung finden können. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

Bei Rückfragen steht Ihnen unser Händlerteam jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre

Advantag Services GmbH 

Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 21.03.2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Umweltbundesamt hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz eine Pressemitteilung zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland im Jahr 2021 vorgelegt. In der Summe belegen die Zahlen, dass nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2020 die Emissionen wieder signifikant ansteigen, und zwar um gut 33 Millionen Tonnen oder 4,5 Prozent.

Der Anstieg ist insbesondere im Energiesektor zu verzeichnen: Dieser weist ein Plus von 27 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente auf, da wegen gestiegener Stromnachfrage, geringerer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und des gestiegenen Gaspreises verstärkt Kohle zur Stromerzeugung genutzt wurde. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sank vor allem aufgrund schlechter Windverhältnisse um sieben Prozent.

Klima-Staatssekretär Patrick Graichen kommentiert: „Der Anstieg der Treibhausgasemissionen hat sich leider abgezeichnet. Dem wird die Bundesregierung jetzt mit einem ? Klimaschutz ?-Sofortprogramm zügig entgegenwirken. A & O ist ein wesentlich höheres Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Wir müssen es schaffen, dreimal so viele Kapazitäten wie bisher zu installieren, um den Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung bis 2030 auf 80 Prozent zu steigern. Eine Hängepartie wie in den letzten Jahren darf es dabei nicht mehr geben. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat uns zudem auf dramatische Weise deutlich gemacht, wie sehr Sicherheit und Energieversorgung zusammenhängen. … Die schnellere Abkehr von fossilen Energien muss alle Bereiche umfassen – von der Industrieproduktion über den Gebäudebereich bis hin zur Mobilität und der Landwirtschaft. Entscheidend ist dabei, die soziale Balance zu wahren.“

Seit 1990 sanken die Emissionen in Deutschland damit um lediglich 38,7 Prozent. Das Ziel für 2030 ist ein Minus von 65 Prozent. Die verfügbaren Daten zeigen, dass seit 2010 vor allem die Energiewende zur Reduktion der Emissionen beigetragen hat. Alle anderen bedeutenden Sektoren stagnieren seit 2010 mehr oder weniger. Wie ein Treffen der Umweltminister der EU am vergangenen Donnerstag zeigte, ist eine wachsende Zahl von EU-Mitgliedsstaaten bereit, ein zweites Emissionshandelssystem für Gebäude und Verkehr zu unterstützen.

Bei den Europäischen Verschmutzungsrechten konnte man in der abgelaufenen Handelswoche eine ausgeprägte Seitwärtsbewegung in einer Spanne von 76 – 80 Euro beobachten. Zum Wochenschluss wurden EUAs sogar in ihrer engsten wöchentlichen Spanne seit Ende 2021 gehandelt, da offenbar die 80-Euro-Marke wie ein Magnet wirkte und gleichzeitig einen stabilen technischen Widerstand darstellte.

  (Durchschnittliche Börsenkurse / OTC)   
Instrument11.03.2218.03.22Veränderung
EUA (Spotmarkt)76,38 EUR78,84 EUR+2,46 EUR
EUA (Dezember-2022-Future)76,39 EUR78,89 EUR+2,50 EUR
VCU (Voluntary Carbon Units ø)7,32 USD8,42 USD+1,10 USD
VER (Gold Standard Spotmarkt ø)9,32 USD8,00 USD-1,32 USD
nEZ (nationale Emissionszertifikate (D))30,00 EUR30,00 EUR+0,00 EUR
ICE Brent Crude Oil (Benchmark Future)112,40 USD108,21 USD-4,19 USD
EURO (Currency, Forex)1,0912 USD1,1091 USD+0,0179 USD

(Die durchschnittlichen Börsenkurse und OTC-Preise zeigen das jeweilige Mittel von Angebot und Nachfrage verschiedener Handelsplätze für CO2-Emissionsrechte. Bid und Ask weichen üblicherweise mehrere Cent vom Mittelwert ab. Rohöl und Euro zeigen Börsenschlusskurse. Bei den VCU- und VER-Kursen handelt es sich um Durchschnittskurse (CBL markets), welche im Rahmen der freiwilligen Kompensation Verwendung finden können. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

Bei Rückfragen steht Ihnen unser Händlerteam jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre

Advantag Services GmbH