Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 11.03.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

gemäß einem Gutachten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wird der Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2030 nicht ausreichen, um das Ziel einer Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen in Höhe von 65% zu erreichen. Durch den Wegfall älterer Anlagen und dem zu geringen Zubau neuerer Windkraft- und Solaranlagen sind nach dem Gutachten des DIW voraussichtlich nur 55% zu erreichen.

Zur Erreichung des 65-Prozent-Ziels sollten aus Sicht der DIW-Forscher jährlich 4.400 Megawatt aus Photovoltaikanlagen und 4.300 Megawatt aus Windkraftanlagen an Land errichtet werden. Sollte hierbei zusätzlich die gesamte Wind-Offshore-Kapazität auf 20.000 bis 35.000 Megawatt gesteigert werden, könnte der Ökostrom-Anteil bis 2030 jedoch sogar auf 85 Prozent zulegen.

In der vergangenen Handelswoche bewegten sich die Preise für europäische CO2-Emissionsrechte in einer Range zwischen EUR 21,88 und EUR 23,54. Zum Ende der Handelswoche schlossen Sie mit einem Plus von etwas mehr als 3% gegenüber der Vorwoche.

(Durchschnittliche Börsenkurse / OTC)      
Instrument 01.03.19 08.03.19 Veränderung
EUA (Spotmarkt) 22,18 EUR 22,88 EUR +0,70 EUR
EUA (Dezember-2019-Future) 22,28 EUR 23,02 EUR +0,74 EUR
CER (Spotmarkt) 0,23 EUR 0,22 EUR -0,01 EUR
ICE Brent Crude Oil (Benchmark Future) 64,99 USD 65,82 USD +0,83 USD
EURO (Currency, Forex) 1,1364 USD 1,1233 USD -0,0131 USD

(Die durchschnittlichen Börsenkurse und OTC-Preise zeigen das jeweilige Mittel von Angebot und Nachfrage verschiedener Handelsplätze für CO2-Emissionsrechte. Bid und Ask weichen üblicherweise mehrere Cent vom Mittelwert ab. Rohöl und Euro zeigen Börsenschlusskurse. Bei den CER-Kursen handelt es sich um CP2-CERs, welche im Rahmen des EU-ETS Verwendung finden können. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 05.03.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

drei renommierte Forscher der Universität von Kalifornien, Professor Yangyang Xu, Professor Veerabhadran Ramanathan und Professor David G. Victor, haben in einem Artikel des Wissenschaftsmagazins Nature einen Beitrag veröffentlicht, der zeigt, dass insbesondere die kurzfristigen Folgen des Klimawandels massiv unterschätzt werden und dass sich die Erderwärmung viel schneller als erwartet abzeichnet. Sie führen drei Beweisketten auf. Zum einen wurde allein 2017 ein industrieller Ausstoß von CO2 in Höhe von 37 Gigatonnen ermittelt, was zu einem globalen Temperaturanstieg in den kommenden 25 Jahren von 0,25 bis 0,32°C pro Jahrzehnt führen wird. Zum anderen wird die schneller werdende Verringerung der Luftverschmutzung dazu beitragen, dass sich das Klima schneller erwärmt, da diese nicht mehr das Sonnenlicht reflektieren können. Weiterhin sehen sie Anzeichen dafür, dass die Erde einer natürlichen Wärmephase entgegengeht, welche mehrere Jahrzehnte andauern könnte. Diese drei Effekte verstärken sich gegenseitig und könnten bereits 2030 zu einer Erwärmung von 1,5°C führen. 2045 könnte bereits die 2°C-Marke fallen. Die Wissenschaftler fordern daher unverzüglich neue Prioritäten hinsichtlich des Klimawandels sowie Strategien zur Anpassung an dessen Folgen.

In der vergangenen Woche legten die CO2-Zertifikate wieder deutlich zu, nachdem sie in der Woche zuvor deutliche Kurseinbußen zu verzeichnen hatten. Mit einem Plus von 18% schlossen sie die in der letzten Handelswoche oberhalb der 22-Euro-Marke ab. Auch am Montag setzten sie die Rallye fort und ließen die Marke von 23 Euro hinter sich. Vorerst steht ein wichtiger charttechnischer Widerstand im Bereich von ca. EUR 23,50 im Raum, welchen es zu überwinden gilt, um weiterhin bullish zu bleiben.

(Durchschnittliche Börsenkurse / OTC)      
Instrument 22.02.19 01.03.19 Veränderung
EUA (Spotmarkt) 18,80 EUR 22,18 EUR +3,38 EUR
EUA (Dezember-2019-Future) 18,94 EUR 22,28 EUR +3,34 EUR
CER (Spotmarkt) 0,23 EUR 0,23 EUR +0,00 EUR
ICE Brent Crude Oil (Benchmark Future) 67,13 USD 64,99 USD -2,14 USD
EURO (Currency, Forex) 1,1338 USD 1,1364 USD +0,0026 USD

(Die durchschnittlichen Börsenkurse und OTC-Preise zeigen das jeweilige Mittel von Angebot und Nachfrage verschiedener Handelsplätze für CO2-Emissionsrechte. Bid und Ask weichen üblicherweise mehrere Cent vom Mittelwert ab. Rohöl und Euro zeigen Börsenschlusskurse. Bei den CER-Kursen handelt es sich um CP2-CERs, welche im Rahmen des EU-ETS Verwendung finden können. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 25.02.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch in der vergangenen Handelswoche ist der Preis für Rohöl weiter deutlich gestiegen. Meldungen über unterschiedliche Entwicklungen bei den Fördermengen auf US-amerikanischer Seite einerseits und Saudi-Arabien andererseits wirkten sich dabei weniger aus als die scheinbare politische Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China.

Für den CO2-Markt hingegen war der Februar bislang absolut kein guter Monat. So schaffte es der Preis für Emissionsberechtigungen in der ersten Handelswoche des Monats noch knapp über die 24-Euro-Marke. Doch danach ging es nur noch Richtung Süden. Innerhalb kurzer Zeit führte eine anhaltende Korrektur des Kurses durch sämtliche psychologisch wichtigen Marken hindurch abwärts, bis der Preis bei 18,40 EUR endlich festeren Boden fand. Am Freitag erfolgte dann sogar wieder ein kurzer Ausflug über die 19-Euro-Linie, doch eine wirkliche Trendwende wurde dadurch noch nicht erreicht.

Grund für diese deutliche Korrektur sind eindeutig die kostenlosen Zuteilungen, welche in jedem Jahr bis zum 28. Februar von den Staaten des ETS ausgegeben werden müssen. Zahlreiche Unternehmen nutzen diese Gelegenheit, um Zertifikate zu verkaufen, was regelmäßig zu einer Belastung des Marktes führt. Vor einem Jahr fiel die Korrektur nicht ganz so deutlich aus, da befand sich das Preisniveau allerdings auch noch unter 10,00 EUR. Bei einer Range zwischen 20,00 EUR und 25,00 EUR war der Reiz, Sondererlöse zu erzielen, in diesem Jahr natürlich deutlich stärker ausgeprägt, sodass die Bären eindeutig den Markt bestimmten. Die derzeitigen Preise dürften jedoch demnächst abgabepflichtige Unternehmen zum Kauf animieren und dadurch den Kurs wieder anschieben.

(Durchschnittliche Börsenkurse / OTC)      
Instrument 15.02.19 22.02.19 Veränderung
EUA (Spotmarkt) 20,30 EUR 18,80 EUR -1,50 EUR
EUA (Dezember-2019-Future) 20,42 EUR 18,94 EUR -1,48 EUR
CER (Spotmarkt) 0,23 EUR 0,23 EUR +0,00 EUR
ICE Brent Crude Oil (Benchmark Future) 66,05 USD 67,13 USD +1,08 USD
EURO (Currency, Forex) 1,1292 USD 1,1338 USD +0,0046 USD

(Die durchschnittlichen Börsenkurse und OTC-Preise zeigen das jeweilige Mittel von Angebot und Nachfrage verschiedener Handelsplätze für CO2-Emissionsrechte. Bid und Ask weichen üblicherweise mehrere Cent vom Mittelwert ab. Rohöl und Euro zeigen Börsenschlusskurse. Bei den CER-Kursen handelt es sich um CP2-CERs, welche im Rahmen des EU-ETS Verwendung finden können. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 18.02.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

Deutschland wird nach Angaben von Energiestaatssekretär Andreas Feicht keine Reform angehen, welche die CO2-Bepreisung im Bereich der Sektoren Wärme und Verkehr betrifft. Jedoch wolle man bis Ende der jetzigen Legislaturperiode im Jahr 2021 Vorschläge ausarbeiten, um diesbezüglich Grundlagenentscheidungen treffen zu können. Befürworter einer Lenkungswirkung anhand der Besteuerung fossiler Brennstoffe und einhergehender Entlastung beim Strompreis für den Endkunden müssen sich daher entsprechend in Geduld üben.

In der vergangenen Woche ist der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent deutlich auf über 66 US-Dollar gestiegen. Der Grund hierfür liegt im deutlichen Rückgang der OPEC-Fördermengen. Die OPEC hatte in ihrem Treffen im November eine tägliche Kürzung der Förderung um 800.000 Barrel gegenüber dem Oktober angekündigt, jedoch berichtete die OPEC nun, dass die tägliche Fördermenge um 1,55 Millionen Barrel, also nahezu das doppelte der geplanten Menge, zurückgegangen sei. Ein bedeutender Grund hierbei waren die US-Sanktionen gegenüber dem Iran, weswegen 600.000 Barrel täglich weniger gefördert worden sind. Aber auch Saudi-Arabien hat mit einer Kürzung von 424.000 Barrel einen wesentlichen Beitrag zum Rückgang geleistet.

Die Preise für CO2 – Emissionszertifikate konnten derweil hiervon nicht profitieren, denn die Kurse tauchten das erste Mal in diesem Jahr unter die 20-Euro-Marke ab. Zum Ende der Handelswoche konnten sie sich wieder erholen und schlossen deutlich oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 20 Euro.

Auch wenn das frühlingshafte Winterwetter für die Preise eher belastend wirkt, startet die neue Handelswoche im Plusbereich. Hierzu könnte die Tatsache beigetragen haben, dass in dieser Woche lediglich 10.694.000 Emissionsrechte an der Leipziger EEX versteigert werden, da keine polnische Auktion stattfinden wird und somit 4.428.500 EUAs weniger auf den Markt kommen werden.

(Durchschnittliche Börsenkurse / OTC)      
Instrument 08.02.19 15.02.19 Veränderung
EUA (Spotmarkt) 22,20 EUR 20,30 EUR -1,90 EUR
EUA (Dezember-2019-Future) 22,37 EUR 20,42 EUR -1,95 EUR
CER (Spotmarkt) 0,22 EUR 0,23 EUR +0,01 EUR
ICE Brent Crude Oil (Benchmark Future) 62,00 USD 66,05 USD +4,05 USD
EURO (Currency, Forex) 1,1321 USD 1,1292 USD -0,0029 USD

(Die durchschnittlichen Börsenkurse und OTC-Preise zeigen das jeweilige Mittel von Angebot und Nachfrage verschiedener Handelsplätze für CO2-Emissionsrechte. Bid und Ask weichen üblicherweise mehrere Cent vom Mittelwert ab. Rohöl und Euro zeigen Börsenschlusskurse. Bei den CER-Kursen handelt es sich um CP2-CERs, welche im Rahmen des EU-ETS Verwendung finden können. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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Emissionshandel / CO2 – Marktbericht vom 11.02.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

genau heute vor 40 Jahren fand die erste Weltklima-Konferenz in Genf statt, was auf ein gestiegenes Umweltbewusstsein in den 70er Jahren zurückzuführen war. Die beschleunigte Industrialisierung in vielen Teilen der Welt zeigte bereits erste Auswirkungen; das Ozonloch wurde ebenso erkannt wie das Waldsterben. Der Club of Rome veröffentlichte bereits 1972 mit dem Buch „Die Grenzen des Wachstums“ ein Werk, welches die Probleme der Nutzung fossiler Brennstoffe für die Atmosphäre thematisierte.

Ende der 70er Jahre begann die Klimaforschung, welche durch den Einsatz von Wettersatelliten verlässliche Daten erhielten. Zugleich konnten die Daten der mittlerweile weltweit bekannten Treibhausgas-Messstation auf Hawaii genutzt werden, welche den CO2-Gehalt in der Luft auf 4.150 Meter Höhe am Vulkan Mauna Loa misst. 1958 zeigte diese einen Wert von knapp über 300 ppm (parts per million) gemessen. Zur Weltklimakonferenz 1979 waren es bereits 335 ppm und aktuell liegt die CO2-Konzentration bereits bei über 400 ppm. Und mit steigendem Wissensstand sowie steigender globaler Temperatur wurde den Wissenschaftlern der Zusammenhang zwischen CO2-Emissionen und Klimawandel immer deutlicher bewusst.

An Erkenntnissen mangelt es der Menschheit also nicht, sondern eher daran, Erkenntnisse in entsprechendes Handeln umzuwandeln. Die Einführung des europäischen CO2-Emissionshandels im Jahre 2005 ist zwar aus dieser Erkenntnis heraus entstanden, jedoch schreitet die Dekarbonisierung der weltweiten Industrie aus Sicht vieler Wissenschaftler zu langsam voran. Nicht zuletzt ist das Thema bei der Bevölkerung zwar präsent, aber kaum einer tut wirklich etwas selbst für den Klimaschutz; die Zahl der Flugreisen steigt ebenso weiter wie die zugelassenen SUVs oder der Konsum qualitativ minderwertiger Wirtschaftsgüter in den Industrienationen. Und die Politik möchte sich nicht durch fiskalische Steuerungsmaßnahmen unbeliebt machen, da sie Proteste wie in Frankreich befürchtet, welche die nächsten Wahlen gefährden könnten.

Die Ausweitung des CO2-Emissionshandels auf weitere Branchen und Länder sowie ein hoher Preis für direkte und indirekte Treibhausgasemissionen könnte diese notwendigen Steuerungseffekte noch umfangreicher übernehmen. Doch dafür ist der Preis von CO2-Emissionsrechten weiterhin zu gering, auch wenn er in den vergangenen zwölf Monaten deutlich zugelegt hat.

In der vergangenen Handelswoche wurden diese im Bereich zwischen EUR 21,34 und EUR 24,18 gehandelt und schlossen mit einem Plus von 40 Cent gegenüber der Vorwoche bei EUR 22,20 im Spotmarkt. Aufgrund der limitierten Einsatzmöglichkeiten und des hohen Marktangebots verloren zudem die CER einen weiteren Cent und fielen auf 22 Cent im Mittel.

(Durchschnittliche Börsenkurse / OTC)      
Instrument 01.02.19 08.02.19 Veränderung
EUA (Spotmarkt) 21,80 EUR 22,20 EUR +0,40 EUR
EUA (Dezember-2019-Future) 21,99 EUR 22,37 EUR +0,38 EUR
CER (Spotmarkt) 0,23 EUR 0,22 EUR -0,01 EUR
ICE Brent Crude Oil (Benchmark Future) 62,74 USD 62,00 USD -0,74 USD
EURO (Currency, Forex) 1,1455 USD 1,1321 USD -0,0134 USD

(Die durchschnittlichen Börsenkurse und OTC-Preise zeigen das jeweilige Mittel von Angebot und Nachfrage verschiedener Handelsplätze für CO2-Emissionsrechte. Bid und Ask weichen üblicherweise mehrere Cent vom Mittelwert ab. Rohöl und Euro zeigen Börsenschlusskurse. Bei den CER-Kursen handelt es sich um CP2-CERs, welche im Rahmen des EU-ETS Verwendung finden können. Unsere Marktberichte stellen keine Empfehlung zum Handel von Emissionsrechten oder deren Derivaten dar und dienen ausschließlich der Information. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr beziehen wollen, bitten wir um eine kurze Nachricht an den Absender.)

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